Bauen mit Sand, hoffen auf Gold

Federal Way. Die Ansprüche bei der Weltmeisterschaft der Sandskulpturenbauer sind hoch. Sehr viel höher jedenfalls als die, die man selbst als Kind am Strand hatte, als ein Hügel mit zwei Muscheln schon die Krone der Kunst war. In Federal Way, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Washington, würden sie diese Versuche wohl schon fast als Beleidigung empfinden. Denn bis zum 3. Oktober messen sich hier die Weltbesten der Sandmodellierung.

Allein, zu zweit oder in Teams mit bis zu sechs Leuten wird gebaut, geformt und geschnitzt. Martijn Rijerse aus den Niederlanden tritt zusammen mit seinem Partner Hanneke Supply an, sie sind die amtierenden Duo-Weltmeister. Dieses Jahr stehen ihnen wieder zwei Sattelschlepperladungen Sand und 25 Stunden zur Verfügung, um die Jury zu überzeugen und 3000 Dollar zu gewinnen. Der feinkörnige Sand wird mit Wasser gemischt und dann in Holzformen gepresst. Dann wird von oben nach unten gearbeitet, Konturen und Details werden geschärft und Kunstwerke geschaffen.

Insgesamt treten 30 Einzelbauer, acht Duos und fünf Teams an. Austragungsort ist übrigens kein Strand, sondern ein Parkplatz, auf dem der Qualitätssand aufgeschüttet wird. Die Skulpturen sind nach Fertigstellung eine Woche zu bestaunen.