Gutachter glaubt, Brunner hätte ohne Herzkrankheit überlebt

München. Wäre Dominik Brunners Herz nicht krankhaft vergrößert gewesen, hätte er die tödliche Schlägerei auf dem S-Bahnhof München-Solln vermutlich überlebt. Das sagte Gutachter Wolfgang Keil gestern vor Gericht. Es gebe keinen Zweifel, "dass Brunner infolge eines Herzstillstands, der sich über ein Herzkammerflimmern entwickelt hat, bei einer lange Zeit bestehenden Herzerkrankung verstorben ist". Der Herzstillstand sei aber nur durch den Kampf ausgelöst worden. Das Herz des 50-Jährigen habe 538 Gramm gewogen, normal seien 300 bis 350 Gramm. Häufig werde eine solche linksventrikuläre Hypertrophie (Sportlerherz) durch lange unentdeckten Bluthochdruck ausgelöst. Der Manager hatte im September 2009 vier Kinder vor einem Überfall der Angeklagten Sebastian L., 18, und Markus S., 19, beschützt.