Guillaume und Stéphanie de Lannoy

Hochzeit in Luxemburg: Künftiger Großherzog hat sich verlobt

In Luxemburg steht noch eine königliche Hochzeit an. Der künftige Großherzog Guillaume wird die belgische Gräfin Stéphanie de Lannoy ehelichen.

Luxemburg. Am großherzoglichen Hof in Luxemburg läuten bald die Hochzeitsglocken: Luxemburgs künftiger Großherzog Guillaume (30) wird die belgische Gräfin Stéphanie de Lannoy (28) heiraten. Am Donnerstag gab der Palast die Verlobung des Erbgroßherzogs bekannt. Sie werde am Freitag in privatem Kreis auf Schloss Berg in Luxemburg stattfinden. Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker sagte, die Hochzeit sei für die zweite Hälfte dieses Jahres geplant.

Guillaume ist der älteste Sohn von Großherzog Henri (57) und wird eines Tages die Thronnachfolge antreten. Die Beiden sollen seit zwei Jahren ein Paar sein. Alle Luxemburger, die dem Paar Glück wünschen wollen, können dies vom Sonnabend an eine Woche lang in Büchern tun, die in drei Schlössern des Landes ausliegen. Luxemburg mit rund 500.000 Einwohnern ist das einzige Großherzogtum der Welt.

Die künftige luxemburgische Großherzogin Stéphanie stammt aus einer der ältesten Adelsfamilien Belgiens und hat sieben Geschwister. Sie studierte Germanistik in Belgien und in Berlin. Dort schloss sie das Studium mit einer Arbeit über den deutschen Romantizismus und dessen Auswirkungen auf Russland ab. Zudem arbeitete sie in Berlin in der belgischen Botschaft. Stéphanie spricht Französisch, Deutsch und Englisch. Sie hat als 18-Jährige ein Jahr in Russland gelebt.

Guillaume ist im Jahr 2000 zum Erbgroßherzog ernannt worden, nachdem sein Vater Henri von Luxemburg den Thron bestiegen hatte. Der 30-Jährige hat vier Geschwister. Nach seinem Abitur in der Schweiz absolvierte er die britische Militärakademie in Sandhurst. Er studierte Politik in Großbritannien und Frankreich. Guillaume wird der siebte Thronfolger im luxemburgischen Zweig der Dynastie Nassau-Weilburg sein. Großherzog ist ein Titel für Fürsten im Rang zwischen König und Herzog.

( (dpa/abendblatt.de) )