Megaupload-Betreiber

Kim Schmitz verbarrikadierte sich vor der Festnahme

Neuseeländische Polizei musste Schlösser öffnen. "Kimble" fanden sie schließlich in einem Raum mit einer Waffe, die wie ein verkürztes Gewehr aussah. Luxuskarossen sichergestellt.

Wellington. Die Festnahme des deutschen Internetunternehmers Kim Schmitz alias Dotcom war spektakulär. Die Polizei berichtete, dass sie mit zwei Hubschraubern eingeflogen sei. Kim Schmitz alia Dotcom versuchte sich mit einigen Elektroniktricks in seinem Anwesen der Festnahme zu entziehen, berichtete die Polizei, die Einzelheiten ihrer Razzia in Coatesville nördlich von Auckland bekannt gab. Zuvor war die Polizei mit zwei Hubschraubern eingeflogen

Dem 37-jährigen Gründer der aus dem Netz genommenen Datentausch-Plattform Megaupload werden in den USA unter anderem massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Die US-Behörden betreiben seine Auslieferung. Mit ihm sind sechs Mitarbeiter beschuldigt, darunter drei weitere Deutsche. Die Megaupload-Macher sollen mehr 175 Millionen Dollar illegal verdient haben.

Die Polizei sei mit zwei Hubschraubern eingeflogen, berichtete Ermittler Grant Wormald. Dotcom habe sich ins Haus zurückgezogen und alle Türen elektronisch verschlossen. „Während die Polizei diese Schlösser neutralisierte, verbarrikadierte er sich in einem speziellen Raum in dem Haus und Beamte mussten sich den Weg dorthin freischneiden“, sagte Wormald. „In dem Raum angekommen fanden sie Dotcom in der Nähe einer Waffe, die wie ein verkürztes Gewehr aussah.“ Die polizei konnte bei der Razzis viele Dinge sicherstellen. Darunter mehrere Luxuslimousinen (u.a. ein Rolls Royce Phantom und ein Cadillac aus dem Jahr 1959), mehrere Gemälde und Kontounterlagen.