Medizin

Testosteron, ein unsterbliches Hormon

Greifswald. "Wann ist ein Mann ein Mann?" sang schon Herbert Grönemeyer (53) und stellte seinem Geschlecht die Sinnfrage. Ärzte haben diese ganz profan mit dem Testosteronspiegel beantwortet, als wenn das so einfach wäre. Und nun auch noch diese Nachricht: Eine niedrige Konzentration des Sexualhormons sei Grund dafür, dass einige Männer früher sterben (Universität Greifswald). Umkehrschluss: Ein ganzer Mann ist länger Mann. Die Wissenschaftler beobachteten in Vorpommern über sieben Jahre hinweg insgesamt 1954 Männer im Alter zwischen 20 und 79 Jahren.

Dabei konnten sie auch nachweisen, dass Männer mit niedrigem Testosteronspiegel häufiger an Fettleibigkeit, Störungen des Stoffwechsels, Leberverfettung, Bluthochdruck und Diabetes erkranken als Männer mit normalen Werten. Kurz gesagt, wer wenig männlich ist, wird fett und faul. Ganze Männer, wie etwa Boris Becker (42) oder Tiger Woods (34), bleiben fit und fesch. Und sie bleiben uns länger erhalten. Das hat die Natur doch plietsch eingerichtet - oder gilt das etwa nur für Vorpommern?