Hilfe kam zu spät

Patient wartet 30 Stunden auf den Notarzt - und stirbt

Pittsburgh. Weil ihr Freund starke Bauchschmerzen hatte, rief Sharon Edge den Notarzt. Heftiger Schneefall legte in jener Nacht das Leben in Pittsburgh (US-Staates Pennsylvania) lahm. "Hilfe ist unterwegs", versprach die Einsatzzentrale. Doch Edge wartete vergeblich. Etwa 30 Stunden und 14 Anrufe später war Curtis Mitchell (50) tot.

Der ehemalige Stahlarbeiter litt an einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Wie aus den Aufzeichnungen hervorgeht, wurde er nicht als Notfall eingestuft. Zweimal war ein Krankenwagen nur wenige Hundert Meter von Mitchells Zuhause entfernt, konnte aber wegen des Schnees nicht weiter. Man forderte den Kranken auf, zu Fuß zu kommen. Umgekehrt machten die Sanitäter keine Anstalten. Michael Huss, Stadtdirektor für öffentliche Sicherheit: "Das Verhalten der Rettungskräfte ist inakzeptabel."