Naturkatastrophen

Tsunami im Pazifik - Schnee in Asien

Singapur/Peking/Sydney. Ein von einem Seebeben ausgelöster Tsunami hat die Salomon-Insel Rendova im Südpazifik überflutet. Dort leben etwa 3600 Menschen. Berichte über Tote gab es zunächst nicht. Mehrere Häuser wurden jedoch beschädigt.

In weiten Teilen Nordost-Asiens fiel so viel Schnee wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Aus China und Südkorea wurden gestern massive Behinderungen vor allem im Luft- und Straßenverkehr gemeldet, in Japan starb mindestens ein Mensch. In Australien gab es schwere Überschwemmungen. In Chinas Hauptstadt Peking fiel so viel Schnee wie seit fast 60 Jahren nicht. In der Metropole und Umgebung blieben mehr als 3500 Schulen geschlossen. Der Flugverkehr in der Hauptstadt war weiter gestört. Auch der Verkehr auf den Straßen war stark eingeschränkt. Zum Schnee hinzu kamen eisige Temperaturen. Für Peking wurden minus 16 Grad vorausgesagt, so kalt war es seit 40 Jahren nicht mehr. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul fielen gestern 26 Zentimeter Schnee. Das war nach Angaben des Wetteramts der stärkste Schneefall seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1937. Auch hier gab es massive Verkehrsprobleme. Eine Kabinettssitzung begann nur mit Verspätung, nachdem in der Stadt auch für Politiker kein Durchkommen mehr war.

Nach schweren Überschwemmungen haben die australischen Behörden in New South Wales den Notstand ausgerufen.

Die Region litt seit rund zehn Jahren unter einer verheerenden Dürre. Pünktlich zum Weihnachtsfest kam der Regen - dummerweise gleich so viel, dass inzwischen ganze Landstriche überflutet sind. Die meisten Einwohner der australischen Ortschaft Coonamble mussten flüchten, nachdem der Fluss Castlereagh, der sonst als dünnes Rinnsal durch den Ort fließt, plötzlich zu einem reißenden Strom geworden war.