Tsunami-Warnung

Panik nach Seebeben im Südpazifik

Tausende Inselbewohner im Südpazifik sind gestern nach starken Seebeben aus Angst vor einem Tsunami panisch in höher gelegene Gebiete geflüchtet.

Wellington. Die ersten Erdstöße hatten nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 7,8 (Richterskala). Das Epizentrum lag 300 Kilometer nordwestlich von Vanuatu, einer Inselgruppe mit 200 000 Einwohnern. Nur 15 Minuten später bebte die Erde mit einer Stärke von 7,3 abermals, ein Stunde später nochmals mit der Stärke 7,1. Am Abend gab es erneut einen Erdstoß der Stärke 7.

Das Warnzentrum auf Hawaii hatte nach dem ersten Beben eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Der Alarm für elf Staaten und tief gelegene Regionen im Pazifik wurde nach zwei Stunden wieder aufgehoben, nachdem sich nur eine sehr kleine Tsunami-Welle gebildet hatte. Die Leiterin des Wetteramtes von Tuvalu, Hilia Vavae: "Es war eine gute Übung."

Erst vor gut einer Woche hatte ein Tsunami im Südpazifik nach einem Erdbeben der Stärke 8,3 in Samoa, Amerikanisch-Samoa und im nördlichen Tonga insgesamt 183 Menschen in den Tod gerissen.