Die "Tausendjährige"

Europas älteste Eiche steht in Thüringen

Sie trägt den stolzen Namen "Tausendjährige" - die älteste Stieleiche Europas steht in der kleinen Gemeinde Nöbdenitz im Altenburger Land (Thüringen).

Nöbdenitz. Mit ihrem beträchtlichen Alter von geschätzten 1200 Jahren hat sie sogar einen Platz im Guinnessbuch der Rekorde.

Als aus der Eichel um 800 die ersten zarten Triebe sprossen, begann in Deutschland das Mittelalter. Karl der Große (747 bis 814) war Kaiser. Die Stadt Hamburg wurde durch den Bau der Hammaburg begründet. Die kleine Eiche hatte Glück, denn Häuser aus Stein gab es damals noch nicht. Für Burgen und andere Bauten wurde noch Holz benutzt - nur zu gern Eichenholz, das als besonders haltbar gilt. Heute hat der knorrige Rekord-Baum einen Umfang von gut zwölf Metern und schon mehrere Blitzeinschläge überstanden. Bei einem Gewittersturm 1819 büßte er nach Angaben der Gemeinde seine Krone und mehrere starke Äste ein. Die Eiche treibt trotz ihres hohen Alters regelmäßig aus: Im Herbst hängt sie voller langstieliger Eicheln.

Die älteste Stieleiche in Hamburg steht übrigens in Klein Flottbek und ist "nur" 500 Jahre alt. Der größte lebende Baum der Erde ist ein etwa 1900 Jahre alter Berg- oder Riesenmammutbaum. Er steht im Sequoia-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien.

( (hpag) )