Sarah, Annemarie und Daniel stehen im Halbfinale

DSDS: Aus für James-Blunt-Verschnitt Dominik

das Publikum will scheinbar keine weitere Schmusestimme mehr am deutschen Pophimmel: Dominik Büchele vom Oberrhein konnte die Zuschauer bei "Deutschland sucht den Superstar" nicht mehr von sich überzeugen. Er verpasste das Halbfinale und musste anstatt dessen seine Koffer packen.

Freude in Oberschwaben, Enttäuschung am Oberrhein: Daniel Schuhmacher (22) aus dem oberschwäbischen Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) hat das Duell der beiden Baden-Württemberger beim RTL-Wettbewerb "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) für sich entschieden. Er zieht nun ins Halbfinale ein. Dominik Büchele (18) aus Kappel-Grafenhausen (Ortenaukreis) ist gescheitert.

"Wir sind traurig, dass es unser Domi nicht geschafft hat", sagt Jochen Paleit, Bürgermeister von Kappel-Grafenhausen. Der Schüler der 5000 Einwohner zählenden Gemeinde am Oberrhein flog in der Nacht zum Sonntag aus der Show, die ihn deutschlandweit bekannt gemacht hat. "Er hat das Zeug zum Superstar. Das hat er bewiesen", sagt Paleit. "Schade, dass man ihn nicht weitermachen lässt." Für Bücheles Karriere sei er dennoch zuversichtlich. "Der lässt sich nicht unterkriegen."

In seinem Heimatort ist Büchele bereits ein Star. Als er vor einer Woche mit seiner Band "Umleitung" in Kappel-Grafenhausen ein Gratiskonzert gab, kamen mehr als 3000 Menschen. "Er hat bei diesem Konzert gezeigt, dass er auf jeden Fall das Potenzial für eine erfolgreiche Musikerkarriere hat", sagt die 17 Jahre alte Schülerin Sabrina Levesque. "Er ist der einzige DSDS-Kandidat, der konsequent seinem Stil treu bleibt, auch wenn der Poptitan und Juror Dieter Bohlen kein Fan davon ist." Zudem sei der 18-Jährige ein Mädchenschwarm.

Auch die Menschen im oberschwäbischen Pfullendorf sind stolz. Allerdings nicht auf Dominik Büchele, sondern auf Daniel Schuhmacher. Fast alles dreht sich um den derzeit berühmtesten Einwohner der Stadt. "Jeden Tag sitzen mehr Kinder in den grünen Fan-T-Shirts vor mir", erzählt ein Lehrer der Realschule am Eichberg. "Und in den Pausen gibt es kaum ein anderen Thema als Daniel und die Superstar-Show."

Immer wieder schauen Fans an Daniels Elternhaus vorbei und hoffen, ihr Superstar ist zu Hause. Einige Geschäfte im kleinen Stadtzentrum bieten die passenden Produkte zum Daniel-Fieber an. Die Bäckerei Neher verkauft kleine Stutenmänner, die Daniel ähnlich sehen sollen. "Seine Familie kommt häufig in unseren Laden und kauft hier ein. So sind wir auf die Idee gekommen", erzählt Moni Neher.

Als der angehende Superstar am vergangenen Wochenende wieder einmal in der Heimat war und seinen 22. Geburtstag gefeiert hat, stürmten 7000 Menschen den hierfür viel zu kleinen Marktplatz - und das in einer Stadt mit 13 000 Einwohnern. "Das war eine gelungene Veranstaltung, wir würden das noch einmal machen", sagt Hauptamtsleiter Hans-Jürgen Rupp. Die nächste Gelegenheit für eine große Party könnte nicht lange auf sich warten lassen, falls Daniel nach dem 10. Mai als "DSDS"-Gewinner nach Oberschwaben zurückkehrt.

Die Pfullendorfer haben daran ohnehin schon keinen Zweifel mehr: Die Abkürzung DSDS steht bei ihnen nur noch für "Deutschland sucht Daniel Schuhmacher".