Gasexplosionen in Wohnhäusern in Europa

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Immer wieder kommen Menschen bei Gasexplosionen ums Leben. Ursachen sind technische Defekte, unsachgemäßes Hantieren an Gasleitungen, vorsätzliche Manipulationen sowie Beschädigung von Gasleitungen bei Bauarbeiten.

Eine Übersicht von Gasexplosionen in Wohnhäusern in europäischen Ländern seit 2004:

16.03.2004: In der nordrussischen Hafenstadt Archangelsk stürzt nach einer Gasexplosion ein neunstöckiger Wohnblock teilweise ein. 58 Tote werden aus den Trümmern geborgen, 22 Bewohner überleben. Mutmaßliche Ursache: Zwei Männer sollen in einem Treppenhaus die bronzenen Verschlussklappen von Leitungen abgeschraubt haben, um das begehrte Metall zu verkaufen.

26.12.2004: Im französischen Mülhausen kommen bei einer Gasexplosion in einem vierstöckigen Wohnhaus 17 Menschen ums Leben. Als Ursache wird später ein Riss in der Hauptgasleitung vor dem Haus festgestellt, aus dem das Gas entwich.

22.09.2006: Bei einem Explosionsunglück in einer Bäckerei im mittelfränkischen Lehrberg kommen sechs Menschen ums Leben. 15 weitere werden verletzt. Den Ermittlungen zufolge war das Gas bei Reparaturarbeiten an einem Gastank in einem benachbarten Gasthof ausgetreten und hatte sich entzündet.

01.05.2007: Nach einer Gasexplosion stürzt im Zentrum von Palencia (Nordspanien) ein fünfstöckiges Wohnhaus zusammen. Neun Menschen, vorwiegend Frauen, wurden getötet. In dem in den siebziger gebauten Gebäude lebten vorwiegend ältere Leute.

15.10.2007: In der ostukrainischen Industriestadt Dnjepropetrowsk stürzt bei einer schweren Gasexplosion ein zehnstöckiger Plattenbau zusammen. Unter den mindestens 15 Todesopfern ist ein Kind, mindestens 31 Menschen werden verletzt. Den Ermittlungen zufolge war ein enormer Druckanstieg in den Gasleitungen für die Explosion verantwortlich.

14.01.2008: Bei schweren Gasexplosionen werden in zwei Mehrfamilienhäusern in Russland mindestens sechs Menschen getötet, darunter ein sieben Monate altes Kind. Mehr als zehn Bewohner der Häuser nahe Samara an der Wolga und in Schelesnowodsk bei der Stadt Stawropol im Süden Russlands werden verletzt. Nach ersten Ermittlungen hatten in Schelesnowodsk Bewohner einer Wohnung ihren Herd zum Heizen benutzt. Dabei sei vermutlich ausströmendes Gas explodiert.

( dpa )