Großbritannien: Filmstar wegen Körperverletzung verhaftet

Christian Bale freigelassen

Wenn es um den Ganovenbekämpfer Batman geht, können britische Polizisten echte Gentlemen sein.

London. Wenn es um den Ganovenbekämpfer Batman geht, können britische Polizisten echte Gentlemen sein. Das haben Beamte von Scotland Yard nach Londoner Medienberichten im Fall des Batman-Darstellers Christian Bale bewiesen. Trotz einer Anzeige gegen den 34-Jährigen wegen Körperverletzung hätten sich die Ermittler in Geduld geübt, um die feierliche Premiere seines neuen Films "Dark Knight" am Montag nicht zu stören.

Nach Medienberichten wurde ihm in der Anzeige am Montag vorgeworfen, seine Mutter Jenny Bale (61) und die Schwester Sharon (40) am Vorabend der "Dark Knight"-Premiere in einer Suite des luxuriösen Dorchester Hotels in London tätlich angegriffen zu haben. "Es wäre falsch gewesen, die Premiere wegen einer Anschuldigung zu stören, von der wir ja gar nicht wissen, ob sie wirklich zutrifft", zitierte die "Times" einen Informanten bei Scotland Yard.

Statt den Leinwandstar umgehend zu den Vorwürfen der Körperverletzung zu befragen, gab die Polizei ihm die Möglichkeit, sich einen Tag nach der Premiere am Dienstag "freiwillig" auf einem Revier einzufinden. Nach der mehrstündigen Vernehmung wurde Bale gegen Kaution freigelassen. In einer Erklärung seiner Anwälte wies der Schauspieler alle Vorwürfe zurück.

Die Familie Bales wollte sich dazu nicht äußern. "Das ist eine reine Familienangelegenheit", erklärte Sharon Bale nach Angaben der britischen Presse-Agentur PA. Auch im Haus der Mutter in der südwestenglischen Grafschaft Dorset seien Reporter abgewiesen worden.

Bei der Premiere des Batman-Films im Zentrum Londons war Bale, der von seiner Frau Sibi begleitet wurde, von jubelnden Fans begrüßt worden. Dem Star, der in dem Film den Gangsterschreck im Fledermauskostüm Bruce Wayne spielt, war keinerlei Stress anzumerken, als er an der Seite von Michael Caine, Maggie Gyllenhaal und Aaron Eckhart vor dem Premierenkino am Leicester Square Huldigungen entgegennahm.