Untersuchung: Prinzessin wollte Chirurgen heiraten

Der Butler: "Dodi war nicht Dianas große Liebe"

Der frühere Diener legte vor einem Londoner Gericht das Liebesleben der Prinzessin offen.

London. War Prinzessin Diana ( 36) verliebt, verlobt, schwanger? Nein, sie war fast verheiratet, aber nicht mit Dodi. Ein Raunen ging durch den voll besetzten Londoner Gerichtssaal, als Dianas Ex-Butler Paul Burrell (49) den Geschworenen der Untersuchung zum Unfalltod der Prinzessin gestern ihr Liebesleben offenlegte: Diana hatte nie erwogen, ihren Liebhaber Dodi Fayed ( 42) zu heiraten. Sie verriet Burrell damals vielmehr: "Ich will eine neue Ehe so sehr wie einen Hautausschlag."

Das Herz der Prinzessin schlug für einen anderen Mann - ihren Ex-Liebhaber Hasnat Khan (48). "Sie fragte mich, ob es möglich sei, eine private Hochzeit mit Hasnat Khan in einer katholischen Kirche zu arrangieren", so Burrell.

Bevor die Beziehung zu dem muslimischen Herzchirurgen nach zwei Jahren im Juli 1997 abrupt in die Brüche gegangen sei, habe es Pläne gegeben, dass Khan in die Residenz der Prinzessin im Kensington Palace einziehen sollte. "Er gehörte zum Inventar des Palastes", sagte Burrell, den Diana stets als "meinen Fels" bezeichnete. "Es gab Pläne für seine eigene Zimmerflucht. Diana wollte, dass William und Harry - die wichtigsten Menschen in ihrem Leben - sich vor einer Heirat an Khan gewöhnen konnten."

Die Prinzessin habe Khan als "ihren Seelenverwandten" bezeichnet, als "den Mann, den sie mehr als jeden anderen liebte". Burrell: "Es war eine sehr tiefe und spirituelle Beziehung." Diana litt unendlich, weil es ihr nicht gelang, Khan für ein öffentliches Leben mit ihr zu gewinnen. Der Butler: "Ihre Reise mit Dodi nach St. Tropez diente nur dazu, ihn eifersüchtig zu machen."

Diana hatte Khan, den sie "Mr. Wonderful" nannte, 1995 kennengelernt, als sie einen Freund im Londoner Brompton Hospital besuchte. Heute lebt der Kardiologe wieder in seinem Heimatland Pakistan. Er weigert sich bislang, bei der gerichtlichen Untersuchung auszusagen.

Die Romanze mit Dodi beschrieb Burrell als "30-tägige Affäre". "Ich hatte jedoch nie den Eindruck, dass er der Richtige war." Der Butler glaubt, dass ihre Beziehung erst nach Dianas und Dodis gemeinsamen Urlaub im Juli 2007 begann und nicht wie allgemein angenommen auf Dodis Yacht "Jonikal" - es wäre "unangemessen" gewesen, weil ihre Söhne anwesend waren. Der Butler: "Ihre Beziehung war frisch, neu und aufregend. Der Ring, den Dodi ihr schenkte, war aber kein Verlobungsring, sondern nur ein Freundschaftsring." Um das für alle Welt deutlich zu machen, habe sie den Ring auf dem vierten Finger der rechten Hand getragen und nicht auf dem Ringfinger der linken.

Dodis Vater Mohammed al-Fayed (74) ist überzeugt davon, dass das Paar, das bei einem Autounfall am 31. August 1997 in Paris ums Leben kam, vom britischen Geheimdienst umgebracht wurde, um eine Hochzeit zu verhindern.

Burrell wies die Verschwörungstheorie zurück. "Ich halte es für unmöglich, dass die Prinzessin auf Befehl der königlichen Familie ermordet wurde", antwortete er, als er zu Dianas Brief, in dem sie vermutet, ihr Ehemann wolle sie mit einem Autounfall aus dem Weg räumen, befragt wurde. "Prinz Charles wäre nicht fähig gewesen, die Prinzessin umzubringen. Sie standen in einem herzlichen Verhältnis zueinander."