Baschkirien/Baschkortostan

Baschkortostan oder auch Baschkirien erstreckt sich von den westlichen Ausläufern des südlichen Urals bis zu der Hügelkette der Bugulma-Belebey-Hochebene. Haupt-Wasserader ist der Belaya Fluss, der den bergigen Osten vom Hochland im Westen trennt. Die Temperaturen schwanken zwischen 45 Grad Celsius im Winter und 36 Grad Celsius im Sommer. Der südliche Teil des Landes leidet unter den sengenden und Trockenheit verursachenden Sukhovey-Winden. Das Gebiet wurde im 13. Jahrhundert von einem Turkvolk besiedelt und gehörte zur Goldenen Horde, einem mongolischen Reich in Osteuropa und Asien. 1552 nahm der russische Zar Iwan der Schreckliche das Gebiet des heutigen Baschkirien ein. 1574 gründeten die Russen die jetzige Hauptstadt Ufa. Ab etwa 1750 wurden hier Kupfer und Eisen produziert. Von 1919 bis 1991 war Baschkirien eine autonome Republik der UdSSR. Die Bevölkerung setzt sich aus Russen, Tataren, Baschkiren, Tschuvaschen, Mari und Ukrainern zusammen. 1991 lebten davon 65% in Städten: Sterlimatak und Salavat gelten mit Ufa als größere Städte. Baschkirien umfasst ein Gebiet von 143,600 qkm, auf dem etwa vier Millionen Einwohner leben. Zum Vergleich: Bayern hat auf 70551qkm etwa 12 Mio. Einwohner.