Keiko heimlich beerdigt

Kopenhagen. Keikos Überreste werden nicht im Internet angeboten. Davor hatte "Free Willy"-Produzentin Jennie Lew Tugend große Angst. Der berühmteste Wal der Welt wurde in aller Stille von seinen Betreuern in Halsa beigesetzt. Keiko wurde nahe der Küste der Taknesbucht begraben. Mehrere Traktoren hatten noch in der Nacht ein Loch gegraben.

Lars Olav Lillebö, Keiko-Sprecher in Halsa: "Wir wollten nicht, dass Leute dabei sind. Die Menschheit soll Keiko so in Erinnerung behalten, wie sie ihn kannte: fröhlich und schwimmend. Für mich war es, als wäre ein Freund gestorben." In Halsa überlegt man nun, ob für Keiko eine Gedenkstätte errichtet werden soll.

Abendblatt-Leser Dr. Helmut Kersten tröstet: "Das Projekt zu Keikos Freilassung bleibt ein Zeichen der Hoffnung. Viele Menschen und gerade Keikos jüngste Fans sind im Streben nach etwas Gutem geeint worden. Keiko ist in Freiheit gestorben, an einem Ort, den er sich selbst gewählt hat. Er war 27 Jahre. Ein Alter, das Schwertwale in Gefangenschaft in der Regel nicht erreichen."

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