Lang leben Freunde, Wein und Schokolade!

Ein Berliner Psychotherapeut will herausgefunden haben, dass gute Weggefährten das Leben um 22 Prozent verlängern

Berlin/Hamburg. Was wäre ein Junggesellenabschied ohne sie? Und eine Kneipentour? Und erst die "Merci"-Werbung? Nichts! Freunde - um die geht es hier - sind schlichtweg unverzichtbar. Das hat nun der Berliner Psychotherapeut und Buchautor Dr. Wolfgang Krueger herausgefunden. Er bestätigt in seinem neuen Buch mit dem Titel "Wie man Freunde fürs Leben gewinnt" das, was vermutlich viele schon geahnt haben: "Wer Freundschaften pflegt, lebt länger."

Doch Krueger belässt es nicht beim Kundtun dieser an sich eher banalen Weisheit, nein, er verpackt sie auch noch in griffige Zahlen. (Womöglich, damit auch Mathematiker seine Botschaft begreifen. Zumal diese meist mehr in sich gekehrte Spezies ja allzu oft eben keine Freunde hat, die ihr von derlei Nachrichten berichten könnten.) Jedenfalls behauptet Krueger, dass Freundschaften die Dauer des irdischen Daseins ausdehnten - und zwar um satte 22 Prozent!

Wohin einen allzu viele Freunde bringen können, das zeigen berühmte Beispiele: Methusalem etwa brachte es in vorsintflutlichen Zeiten auf ein knappes Lebensjahrtausend, Jopi Heesters ist aktuell kurz davor, diesen Rekord zu brechen. Das Problem am fast ewigen Leben: Irgendwann steht man altersmäßig ganz alleine da, weil ausgerechnet immer die eigenen Kumpane die Ausnahmen von der Freundschafts-Lebensverlängerungs-Regel zu sein scheinen und zwischendurch auf der Strecke bleiben. Was dann dazu führt, dass jemand wie Herr Heesters sich eine zur Frau nehmen muss, die auch locker seine Enkelin sein könnte.

Noch mal zurück zu den Mathematikern: Auch wenn die nicht die Allersozialsten sein sollten, müssen sie nicht automatisch früh die Löffel abgeben. Denn andere Wissenschaftler als der erwähnte Dr. Krueger haben bereits vor Jahren herausgefunden, dass etwa auch Wein und Schokolade dem Sensenmann ein Schnippchen schlagen können. Und das macht etwaige Weggefährten dann gleich doppelt entbehrlich: Denn wer bitte braucht schon Freunde, wenn er in der "Merci"-Tafel nicht nur seinen Jungbrunnen findet, sondern sie auch noch alleine aufessen kann?