Lüneburg. Verein entschließt sich trotz finanziellen Risikos für Teilnahme an der Königsklasse. Trainer Hübner will aber keinen größeren Kader.

Die SVG Lüneburg hat den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung vollzogen. Die Volleyballer meldeten für die Champions League. Weil Russland und Belarus von diesem Wettbewerb ausgeschlossen bleiben, erhielt der deutsche Verband erneut einen dritten Startplatz.

Neben den Dauergästen Meister Berlin Volleys und Vizemeister VfB Friedrichshafen darf die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Hübner (47) als Meisterschaftsdritter nun das erste Mal in der höchsten europäischen Spielklasse aufschlagen. In der vergangenen Saison hatten die Lüneburger im rangniedrigeren CEV-Pokal das Viertelfinale erreicht.

Champions League beginnt für die SVG Lüneburg Ende November

Die Auslosung der Gruppenphase erfolgt am 19. Juli in Luxemburg. Diese beginnt am 21./22. November nach der vorgeschalteten Qualifikation, die den drei deutschen Mannschaften erspart bleibt.

Die Champions League bietet den Lüneburgern den sportlichen Reiz, aber eine ebenso große finanzielle Herausforderung, die sich im Vorwege schwer kalkulieren lässt, weil es keine Fernsehgelder und Antrittsprämien, stattdessen aber ein zu entrichtendes Startgeld von 30.000 Euro gibt.

Lüneburgs Etat steigt in der nächsten Saison auf rund eine Million Euro

Da der Etat nächste Saison erstmals rund eine Million Euro beträgt, geht der Club das Risiko ein. „Wir hatten positive Gespräche mit unseren Sponsoren, deshalb können wir diesen Schritt wagen“, sagt Manager Andreas Bahlburg. „Die Mannschaft hat es absolut verdient, in der Champions League zu spielen. Deshalb haben wir uns entschlossen, das auch zu ermöglichen.“

Trainer Stefan Hübner will es trotz der größeren Belastung bei einem Zwölf-Mann-Kader belassen. Sollten Verletzungen passieren, bestünde aber die Möglichkeit zu reagieren. In der vergangenen Spielzeit standen die Lüneburger bereits in 38 Begegnungen auf dem Feld, zehn mehr als in der Saison 2021/22.

Kanadier Jesse Elser ist dritter Neuzugang im Team von Stefan Hübner

Als dritter Neuzugang wurde der 2,03 Meter große kanadische Außenangreifer Jesse Elser (24) verpflichtet. „Ich hatte ihn schon länger auf dem Schirm. Und jetzt hat er noch einmal einen Entwicklungsschub gehabt“, sagt Hübner über den vielseitigen, spielintelligenten Volleyballer mit großem Schlagrepertoire und gutem Aufschlag.