Schach

Hamburger Mannschaftsmeisterschaften 2009

Die erste Runde ist in allen vier Spielklassen mit insgesamt 14 Gruppen, mit 131 Mannschaften aus 36 Vereinen und mit fast 2000 Spielern und Ersatzspielern ist gespielt. Lassen sich nach den 65 Wettkämpfen der 1. Runde schon Favoriten erkennen?

Stadtliga In der 5. Liga (von der Bundesliga ausgesehen) hatten die top-gesetzten Mannschaften einen schweren Start.

In der A-Staffel verlor die zweite Mannschaft der Schachfreunde gar mit 3 ½ - 4 ½ gegen den FC St. Pauli. Der SK Union Eimsbüttel schlug den Niendorfer TSV mit 4 ½ - 3 ½, doch der Barmbeker SK meldete mit einem 8-0 gegen den SC Diogenes 3 durchaus Ansprüche auf den Aufstieg in die höchste Hamburger Spielklasse, die Landesliga, an. Der Top-Favorit der B-Staffel SV Großhansdorf, Absteiger aus der Landesliga, musste sich mit einem 4-4 gegen den SK Union Eimsbüttel begnügen, und die HSG-BUE, an Nr. 2 gesetzt, verlor gar ihr Auftaktmatch mit 3 ½ - 4 ½ gegen den vermeintlichen Abstiegskandidaten Barmbeker SK II mit 3 ½ - 4 ½. Die höchsten Siege mit 5 ½ - 2 ½ erzielten der SC Concordia und der SK Königsspringer 4, aber die gemeinsame Tabellenführung ist natürlich eine flüchtige Momentaufnahme.

Bezirksliga In der A-Staffel kam es schon in der 1. Runde zum Duell der top-gesetzten Mannschaften, und die junge Mannschaft des SC Schachelschweine gewann klar mit 5 ½ - 2 ½ beim Bille SC 2. An der Spitze liegt nun HSK 10 nach dem Kantersieg mit 7 ½ - ½ im Bruderkampf gegen HSK 9. Zu rechnen ist auch mit einer weiteren jungen Mannschaft, dem SK Weisse Dame, der den starken Altonaer SK mit 4 ½ - 3 ½ niederrang.

Die B-Staffel scheint auf einen Zweikampf um den Aufstiegsplatz in die Stadtliga zuzulaufen: Die Schachfreunde Wedel schlugen ihre Nachbarn von der SVg Blankenese überraschend hoch mit 7-1, und der TV Fischbek 2 gewann gar mit 7 ½ - ½ beim SKJE 4. Der SV Diagonale könnte sich nach seinem 5 ½ - 2 ½ Sieg beim Pinneberger SC in den Spitzenkampf einmischen.

Die beiden Favoriten der C-Staffel starteten gut: Der Volksdorfer SK schlug den Bille SC 3 mit 5-3, und Schwarz-Weiß Harburg gewann mit 4 ½ - 3 ½ beim SK Union Eimsbüttel 3, während der auf Rang 3 gesetzte HSK 14, eine Seniorenmannschaft, mit 3 ½ - 4 ½ im Bruderkampf gegen den schwächer eingeschätzten HSK 13 unterlag. In der D-Staffel überzeugten die Favoriten: Caissa Rahlstedt gewann beim deutlichsten mit 6-2 beim Barmbeker SK, aber auch der SC Farmsen (bei den Schachfreunden 3) und der SV Großhansdorf 2 (beim Volksdorfer SK 2) hatten mit 4 ½ - 3 ½ Siegen einen guten Start.

Kreisliga Wie auch in der Bezirksliga spielt die A-Staffel nur freitags, damit junge Spieler eine Chance haben, an den Wettkämpfen am Abend um 19 Uhr teilzunehmen. In der Kreisliga geht es anders als in der Bezirksliga, wo nur eine Mannschaft aufsteigt, um zwei Aufstiegsplätze. Als Favoriten der A-Staffel gelten die jungen Mannschaften SC Schachelschweine 2 und HSK 17, die in der 1. Runde hoch gewannen: 5 ½ - 2 ½ gegen den TV Fischbek 3 bzw. 6 ½ - 1 ½ im Bruderkampf gegen die noch jüngere Mannschaft HSK 16. In der B-Staffel schlug im Spitzelduell die Nr. 1, der SV Eidelstedt 2, die Nr. 2, Schwarz-Weiß Harburg mit 5-3; ein weiterer Favorit, der Gehörlosen SV, musste sich gegen die Schachfreunde 4 mit einem Unentschieden begnügen. Die vermeintlichen Abstiegskandidaten Bille SC 5 und HSK 19 trumpften mit 5-3 Siegen auf. Der SV Diagonale 2 aus Harburg sorgte in der C-Staffel gleich für klare Verhältnisse: Die Nr. 1 der Setzliste schlug die Nr. 3, den HSK 20, deutlich mit 5 ½ - 2 ½ und übernahm vom Start weg die Führung. Chancenreichster Verfolger ist der Bergstedter SK, der beim Barmbeker SK 5 mit 4 ½ - 3 ½ gewann.

In der D-Staffel ist ein Dreikampf um die beiden Aufstiegsplätze angesagt. Die Favoriten bestätigten mit klaren Siegen ihre Ambitionen: Der SC Concordia 2 gewann 5-3 beim SV Großhansdorf 3, der SC Farmsen 2 mit 6 ½ beim Bergedorfer SV und der FC St. Pauli 5 gar mit 7-1 beim SC Bille 6.

Kreisklasse In den vier Staffeln der Kreisklasse werden nur sieben Runden gespielt, da nur acht, einmal sogar nur sieben Mannschaften in jeder Staffel starten.

In der A-Staffel , die freitags spielt, startete der Favorit, die Schachfreunde Langenhorn 2, mit einem überzeugenden 6-2 gegen den Niendorfer TSV 3, doch die gemeinsam an Nr. 2 gesetzten SKJE 5 und SK Union Eimsbüttel 5 verloren klar mit ½ - 7 ½ gegen HSK 22 und mit 2 ½ - 5 ½ gegen den SV Eidelstedt 4. Zu beachten wird auch die junge Mannschaft des SK Weisse Dame 2 sein (5 ½ - 2 ½ gegen den SC Schachelschweine 3).

In der B-Staffel bestätigte sich die Setzliste: Die ersten vier Mannschaften gewannen allesamt, besonders klar mit 8-0 der Bramfelder SK, der nach dem verpassten Aufstieg im Vorjahr nun auftrumpft; eigentlich ist die Mannschaft stark genug für die Bezirksliga! Chancen auf einen Aufstiegsplatz haben aber auch die SVg Blankenese 2, der Volksdorfer SK 3 und vielleicht auch die Schachfreunde Langenhorn 3.

Favoriten der C-Staffel sind der SC Diogenes 4 mit einem überzeugenden 6-2 Auftaktsieg beim SV Lurup 2, aber auch der SC Rösselsprung, der den SK Wilhelmsburg 2 mit 4 ½ - 3 ½ schlug. Überraschend gut fiel der Start von HSK 24 aus, der den Bramfelder SK 2 mit 6-2 schlug.

In der D-Staffel werden sich die top-gesetzten Mannschaften den Aufstieg nicht nehmen lassen. Der SC Farmsen 3 gewann 7-1 gegen die neue vierte Mannschaft der SVg Blankenese, und der Volksdorfer SK 4 siegte mit 5 ½ - 2 ½ klar bei seinen Nachbarn, den Schachfreunden Sasel 3.

Die Wettkämpfe der 2. Runde werden am Freitag, 6. Februar, abgeschlossen sein. Sie werden jeweils an den Spielabenden der Vereine um 19 Uhr ausgetragen.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.