Handball

HSVH: Mortensen und Bitter düpieren Favorit Göppingen

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Torhüter Jogi Bitter war einer der überragenden Akteure beim Auswärtssieg in Göppingen.

Torhüter Jogi Bitter war einer der überragenden Akteure beim Auswärtssieg in Göppingen.

Foto: IMAGO/Alexander Keppler

Obwohl drei Rückraumspieler ausfielen, gewannen die Hamburger ihr Auswärtsspiel – teilweise amateurhafte Fehler beim Gegner.

Hamburg/Göppingen. Sie sprangen im Kreis, grinsten und ballten die Fäuste, als am Donnerstagabend die Schlusssirene in der EWS Arena ertönte. Mit 28:24 (13:10) gewannen die bereits zuvor vor dem Abstieg geretteten Bundesligahandballer des HSV Hamburg beim Tabellenfünften Frisch Auf Göppingen.

„Wir haben die Schwächen und technischen Fehler, die Göppingen zu viel gemacht hat, einfach ausgenutzt“, sagte Torwart Johannes Bitter, der neben Linksaußen Casper Mortensen überragender Hamburger Mann war.

HSVH: Auswärtssieg dank Mortensen und Jogi Bitter

Obwohl neben Spielmacher Leif Tissier (Schulter) im Rückraum auch kurzfristig Azat Valiullin (Daumenverletzung, OP droht) und Finn Wullenweber (Oberschenkelprobleme) ausfielen, schockte der Aufsteiger den Europapokalanwärter gleich zu Beginn.

Auch weil Bitter Mitte der ersten Halbzeit bereits fünf Paraden und eine Weltklassequote von 56 Prozent gehaltener Bälle (insgesamt zwölf Paraden) verzeichnete, führten die befreit aufspielenden Hamburger früh mit sechs Toren (9:3/17.). Nachdem Kapitän Lukas Ossenkopp wegen eines harten Unterarmeinsatzes die Rote Karte sah (24.), kämpfte sich Göppingen zur Pause auf 13:10 heran.

HSV Handball gewinnt in Göppingen – einer der stärksten Siege der Saison

Beim HSVH und insbesondere Mortensen, mit zehn Toren wieder einmal bester Hamburger Werfer, funktionierte fast alles. Der dänische Linksaußen hatte sichtlich Spaß, traf erst einen Dreher, dann den Winkel und zur Krönung noch einen Zauberwurf hinter dem Rücken (21:14/43.). Der Auftritt von Frisch Auf wirkte hingegen alles andere als frisch, sondern leicht ranzig, die Hausherren produzierten mitunter amateurhafte Fehler.

Auch weil mit Tobias Schimmelbauer nach drei Zweiminutenstrafen der zweite HSVH-Profi kurz vor Schluss die Rote Karte (56.) sah, wurde es noch mal hektisch, das 28:24 war dennoch verdient. „Das war einer der stärksten Siege der Saison“, freute sich Mortensen. Zur Belohnung gab es von Trainer Torsten Jansen ein freies Wochenende.

Tore HSVH: Mortensen 10, Bauer 5, Theilinger 3, Axmann 4, Bergemann 2, Späth 1, Weller 1, Kleineidam 1, Andersen 1, Schimmelbauer, Ossenkopp, Gertges, Feit.

Tore Göppingen: Smarason 5, Lindenchrone 4, Schiller 4, Kneule 2, Goller 2, Ellebaek 2, Hermann 1, Bagersted 1, Heymann 1, Zelenovic 1, Gulliksen 1, Sarac, Kozina.

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