Handball

Wie der HSV Hamburg den Restart ins Ungewisse angeht

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HSVH-Trainer Torsten Jansen fehlen zwei wichtige Spieler gegen Berlin.

HSVH-Trainer Torsten Jansen fehlen zwei wichtige Spieler gegen Berlin.

Foto: Witters

Hamburgs Bundesligahandballer müssen gegen die Füchse Berlin auf zwei Rückraumschützen verzichten. Wie Trainer Torsten Jansen plant

Hamburg. Handball, sagt Torsten Jansen, ist im Grunde genommen ein einfaches Spiel. „Wenn wir weniger Fehler machen, mehr Eins-gegen-eins-Duelle gewinnen und vorn effektiv die Tore werfen, werden wir gewinnen“, sagt der Cheftrainer von Bundesliga-Aufsteiger HSV Hamburg. Eine Weisheit sei das, die unabhängig vom Gegner gelte und sich auch nach der EM-Pause, die die Bundesliga von Ende Dezember bis zu dieser Woche eingelegt hatte, nicht verändert habe. Insofern könnte die Marschroute für das erste Spiel seit der bitteren 26:27-Niederlage gegen den Bergischen HC am 27. Dezember, zu dem an diesem Sonntag (14 Uhr) die Füchse Berlin in die Sporthalle Hamburg kommen, klar sein.

Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Während die Berliner am Dienstag in der European League bei Pfadi Winterthur (30:27) und zwei Tage später in der Bundesliga gegen die Rhein-Neckar Löwen (23:20) Siege feierten, fehlen Jansen bislang Informationen über die Form seiner Auswahl. Der für Donnerstag geplante Restart bei der TSV Hannover-Burgdorf musste wegen mehrerer Corona-Verdachtsfälle beim Gegner abgesagt werden. Gleiches galt für ein Vorbereitungsspiel gegen Zweitligaclub Empor Rostock. So blieb der 27:26-Testspielerfolg gegen Ligakonkurrent TuS N-Lübbecke vor zehn Tagen die einzige Chance, die Wettkampfhärte zu überprüfen.

HSV Hamburg mit vier Niederlagen in fünf Spielen vor der Pause

Den Trainer bringt das indes nicht aus der Ruhe, die ihn auszeichnet. „Wir haben die Pause genutzt, um an ein paar Dingen zu arbeiten, die uns aufgefallen waren“, sagt der 45 Jahre alte Weltmeister von 2007. Vier von fünf Spielen im Dezember hatten die Hamburger verloren und damit ihre starke Hinrundenleistung mit 16 Punkten ein wenig geschmälert. „Wir haben am Tempo und am Rückzugsverhalten gearbeitet und taktisch ein paar Dinge für den Angriff justiert“, so Jansen. Das 28:29 im Pokalheimspiel gegen die Füchse Anfang Oktober habe er ebenso wenig thematisiert wie die 30:34-Niederlage im Bundesligahinspiel Mitte Dezember, als den Berlinern neun Stammkräfte gefehlt hatten. „Wir müssen auf das schauen, was uns stark macht“, sagt er.

Geschwächt ist sein Team im linken Rückraum, wo mit Azat Valiullin (31/Meniskus) und Finn Wullenweber (24/Patellasehne) zwei Leistungsträger knieverletzt fehlen. Dafür könnte Dominik Axmann (22) nach monatelanger Pause wegen seiner schweren Probleme im rechten Mittelfuß eine Alternative werden. „Er hat keine Schmerzen mehr, der Fuß ist aber noch müde. Wir werden schauen, wie wir ihn belasten können“, sagt Jansen, der sich auf den Wiederbeginn freut: „Es wird Zeit, dass es wieder losgeht, wir möchten unsere starke Hinrunde bestätigen.“ Gegen Berlin soll der erste Schritt gelingen. 2000 Zuschauer sind unter 2G-plus-Bedingungen zugelassen, die Karten sind ausverkauft.

( bj )