Handball

19 Paraden! Bitter trägt HSV Hamburg zum Sieg

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Björn Jensen
Torwart Johannes Bitter erwischte einen bärenstarken Tag.

Torwart Johannes Bitter erwischte einen bärenstarken Tag.

Foto: Witters

Der Torhüter war der überragende Spieler beim Erfolg gegen die TSV Hannover-Burgdorf vor 3256 Zuschauern in Hamburg.

Hamburg. Die Handballer des HSV Hamburg bleiben in der Bundesliga ein Team, dem alles zuzutrauen ist. Am Sonnabendabend gewann die Auswahl von Cheftrainer Torsten Jansen vor 3256 Zuschauern in der Barclays Arena mit 25:23 (14:13) gegen die TSV Hannover-Burgdorf und schöpfte nach zwei Niederlagen gegen die Topteams aus Kiel und Berlin neues Selbstvertrauen. In einer sehr zerfahrenen Partie, in der beide Teams eine hohe Fehlerquote im Angriff aufwiesen, war Torhüter Johannes Bitter mit 19 Paraden der Sieggarant. Bester Werfer war der dänische Linksaußen Casper Mortensen mit fünf Toren, davon vier Siebenmeter.

„Wichtig sind vor allem die zwei Punkte, und die Art und Weise, wie wir sie erkämpft haben, war sehr wichtig für die Moral“, sagte Jansen. Die Hamburger benötigten einige Minuten, um sich auf die unorthodoxe Deckung der Gäste einzustellen.

Doch spätestens als Mortensen, der in Hälfte eins wieder einmal nur zu den Siebenmetern eingewechselt wurde, mit dem ersten Strafwurf der Partie zum 5:4 traf und damit die erste HSVH-Führung ermöglichte (12.), waren die Gastgeber voll im Geschehen angekommen. Gute Torhüterleistungen auf beiden Seiten – Hannovers Urban Lesjak kam auf sechs, Bitter im Hamburger Kasten auf acht Paraden –machten es beiden Offensivreihen in Halbzeit eins schwer, kein Team konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Weil der anfangs glücklose Kreisläufer Niklas Weller bei abgelaufener Spielzeit noch einen Siebenmeter vergab, ging es mit einer 14:13-Führung in die Kabine.

Bitter führt HSV-Handballer zum Sieg

Die Pause schien insbesondere Lesjak gut getan zu haben. Mehrfach vereitelte der „Recken“-Keeper freie Wurfgelegenheiten der Außen Mortensen und Frederik Bo Andersen, wobei insbesondere Mortensen mit seinem Hang zur Schönspielerei das Publikum entnervte. Aber weil Bitters Spiel weiterhin zur richtigen Zeit Hand und Fuß hatte, blieb die Partie eng. Und weil Hannovers Angriff mindestens ebenso viele Geschenke ablehnte wie Hamburgs Offensive, war Jan Forstbauers Tor zur ersten Dreitoreführung des Spiels (24:21/60.) die Entscheidung.

Am Tag vor dem Heiligen Abend muss der HSVH um 19.05 Uhr beim SC Magdeburg zu seinem letzten Spiel vor Weihnachten antreten. Der Tabellenführer hat bislang alle seine Spiele gewonnen. Ein Auswärtssieg wäre also eine schöne Bescherung. „Wir werden da alles reinschmeißen und sehen, was geht“, sagte Jansen.