Handball-Bundesliga

HSV Hamburg ist beim Mit-Aufsteiger chancenlos

| Lesedauer: 2 Minuten
Ratlose Gesichter bei Hamburgs Handballern und Trainer Torsten Jansen: Der HSVH hat das Aufsteigerduell der Handball-Bundesliga am Donnerstag nach schwacher Leistung verloren.

Ratlose Gesichter bei Hamburgs Handballern und Trainer Torsten Jansen: Der HSVH hat das Aufsteigerduell der Handball-Bundesliga am Donnerstag nach schwacher Leistung verloren.

Foto: Sportfoto Zink / Wolfgang Zink via www.imago-images.de / imago images/Zink

Bundesligahandballer zeigen bei der 27:29-Niederlage beim TuS N-Lübbecke die bisher schwächste Saisonleistung.

Hamburg/Lübbecke. Die Enttäuschung war den Spielern des HSV Hamburg (HSVH) ins Gesicht geschrieben, als sie am Donnerstagabend mit dem TuS N-Lübbecke abklatschten. Mit 27:29 (11:13) verlor der HSVH das Aufsteigerduell der Handball-Bundesliga nach schwacher Leistung. Bester Hamburger Werfer war Casper Mortensen mit acht Toren. „Vorne haben wir über 60 Minuten keine Lösungen gefunden und uns festgerannt. Wenn dann noch so viele technische Fehler dazukommen, ist es schwer“, sagte Kapitän Niklas Weller.

Der HSVH kam bereits nicht gut ins Spiel, wirkte im Angriff fahrig und unkonzentriert. Die Gastgeber verteidigten hochkonzentriert und mit einer Körperlichkeit, die dem HSVH-Angriff zu schaffen machte. Mitte der ersten Halbzeit setzte sich Lübbecke erstmals etwas ab. TuS-Linksaußen Tom Skroblien nutzte einen Hamburger Fehlpass zum Tempogegenstoß, der HSVH lag mit erstmals mit drei Toren zurück (6:9/18.). „Versucht kompakt zu bleiben. Das heißt aber nicht, dass wir von sechs, sieben Metern verteidigen“, forderte HSVH-Trainer Torsten Jansen in der folgenden Auszeit ein offensiveres Deckungsverhalten.

HSV Handball ließ Bälle fallen und die Köpfe hängen

Danach kämpften sich die Hamburger kurzzeitig wieder heran. Einerseits, weil Keeper Johannes Bitter die fünfte Parade (insgesamt sieben) verzeichnen konnte, andererseits, weil Linksaußen Mortensen von der Siebenmeterlinie eiskalt blieb (10:10/24.). Zur Pause lag der HSVH dennoch mit 11:13 zurück.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Fehlwurf und Fehlpass Azat Valiullin, Zweiminutenstrafe Weller – Viertorerückstand (13:17/36.). Auch die Abpraller landeten bei Lübbecke, das sich zunehmend in einen Rausch spielte. Jansen kaute nachdenklich auf seinem Kaugummi herum, fand aber auch keine Lösung. Im Positionsangriff wirkte der HSVH zu behäbig, Lübbecke erstickte jegliche Bewegung im Keim.

Dazu kamen immer wieder Unkonzentriertheiten. Nachdem Weller seine zweite Zweiminutenstrafe sah und Mortensen auch noch einen Siebenmeter verwarf, zog Lübbecke auf acht Tore davon (14:22/42.). Die mit rund 1000 Zuschauern gefüllte Merkur Arena war kein wirklicher Hexenkessel, doch der HSVH ließ Bälle fallen und die Köpfe hängen. Erst in der Schlussphase wachten die Hamburger auf, warfen sich wieder auf zwei Tore heran. Doch das Aufbäumen kam zu spät, die 27:29-Pleite war verdient.

Tore HSVH: Mortensen 8, Tissier 5, Weller 4, Schimmelbauer 3, Forstbauer 3, Bauer 2, Bergemann 1, Valiullin 1, Späth, Ossenkopp, Wullenweber, Gertges, Andersen, Theilinger.

Tore Lübbecke: Skroblien 6, Strosack 5, Heiny 4, Mrakovic 4, Franke 3, Petreikis 3, Petrovsky 2, Kontrec 1, Spohn 1, Speckmann, Mundus, Nissen, Dräger.

( bron )