Handball

Überraschender Matchwinner: HSV Hamburg setzt Lauf fort

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Gegen die Abwehr des HSV Hamburg fand der TVB Stuttgart kaum ein Durchkommen.

Gegen die Abwehr des HSV Hamburg fand der TVB Stuttgart kaum ein Durchkommen.

Foto: Alexander Keppler / imago images/Pressefoto Baumann

Der zweite Torwart Jens Vortmann wird beim klaren Erfolg beim TVB Stuttgart zum großen Rückhalt des Bundesliga-Aufsteigers.

Stuttgart.  Der Handball Sport Verein Hamburg (HSVH) tanzt weiter durch die Bundesliga. Arm in Arm hüpfte der Bundesliga-Aufsteiger auch am späten Sonntagnachmittag durch die Porsche Arena, feierte den souveränen 34:26 (19:14)-Erfolg beim punktlosen Tabellenvorletzten TVB Stuttgart. Von dieser Tabellenregion sind die Hamburger derzeit weit entfernt, rangieren nach zuletzt zwei Siegen und einem Unentschieden mit jetzt 5:5 Zählern auf Platz sieben.

Matchwinner war diesmal einer, dem in dieser Saison nur eine Nebenrolle zugedacht war. Jens Vortmann, nach 20 Minuten für Johannes Bitter (eine Parade) ins Tor beordert, hielt, was zu halten war, und noch viel mehr. 13 Paraden, darunter zwei abgewehrte Siebenmeter, standen am Ende in der Statistik des 34-Jährigen; ob freie Würfe oder Tempogegenstöße – Vortmann war für die Stuttgarter kaum zu überwinden.

„Jens war in der zweiten Halbzeit ein richtiger Killer“, urteilte Bitter über seinen Kollegen und gestand, „bei mir lief es nicht ganz so gut.“ Wichtig sei aber, dass die Mannschaft einmal mehr überragend aufgetreten sei, kaum etwas falsch gemacht und schon eine erstaunliche Reife und Stabilität beweisen habe.

HSVH übernimmt früh Kommando in Stuttgart

Die Hamburger bestimmten das Spielgeschehen von Anfang an, lagen nach sieben Minuten 5:2 in Führung, bauten den Vorsprung kontinuierlich aus, beim Stand von 23:15 in der 38. Minute erstmals auf acht Tore Differenz. „Wir sind gut in die Begegnung gekommen, haben in der Abwehr sofort den Zugriff gefunden und richtig guten Handball gespielt. Ich hätte nicht gedacht, dass wir hier so klar gewinnen“, meinte Kreisläufer Manuel Späth.

Mit fünf Treffern zeichnete sich der Rückraumrechte Jan Forstbauer als bester Torschützer aus, Linksaußen Casper Mortensen und der wieder genesene Dominik Axmann leisteten sich keinen Fehlwurf, trafen viermal – genauso oft wie Thies Bergemann, Leif Tissier und Niklas Weller. Am Donnerstag (19.05 Uhr, Barclays Arena) will der HSVH gegen die HSG Wetzlar seinen Lauf fortsetzen. „Wir sind jetzt im Flow und sollten ihn nutzen“, forderte Johannes Bitter.

Die U19 des HSV Hamburg gewann in der Junioren-Bundesliga 39:24 (19:12) bei der HSG Verden-Aller, hat als Tabellenzweiter der Vor­rundenstaffel 2 jetzt 4:2 Punkte. Rechtsaußen Levin Unbehaun warf zehn Tore.

( HA )