Handball

HSV Hamburg jubelt über späten Punkt bei Favorit Leipzig

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Leif Tissier (M.) vom HSV Hamburg im Zweikampf mit Leipzigs Marko Mamic (l.) und Maciej Gebala.

Leif Tissier (M.) vom HSV Hamburg im Zweikampf mit Leipzigs Marko Mamic (l.) und Maciej Gebala.

Foto: imago images/opokupix

Bundesligaaufsteiger trotzt favorisierten Sachsen kurz vor Schluss ein Remis ab. In der Auszeit gab es trotzdem Kritik vom Trainer.

Hamburg/Leipzig. Die 2586 Zuschauer in der Leipziger Arena waren verstummt, als die Spieler des HSV Hamburg (HSVH) jubelnd auf Tobias Schimmelbauer zuliefen. Zwei Sekunden vor Schluss hatte der Linksaußen dem Aufsteiger ein 27:27 (13:11)-Remis beim favorisierten SC DHfK Leipzig gesichert. Es war der erste Auswärtspunkt in der laufenden Handball-Bundesligasaison. Beste HSVH-Werfer war Kapitän Niklas Weller mit sechs Toren. „Großes Kompliment an die Mannschaft, wir haben uns hier in das Spiel reingekämpft“, sagte Schimmelbauer. „Ich habe auf den letzten Wurf gewartet. Ich war heiß drauf und sicher, dass ich ihn mache.“

HSVH: Bitter glich technische Fehler aus

Erstmals in der Saison hatte Star-Linksaußen Casper Mortensen zu Beginn den Vorzug vor Schimmelbauer erhalten. Verzichten musste der HSVH auf Rückraumschütze Finn Wullenweber. Das Eigengewächs, das den HSVH mit sechs Toren zum 32:27-Sensationssieg gegen die Rhein-Neckar Löwen geworfen hatte, fehlte wegen Hüftproblemen. „Wenn Jogi so gut hält wie im letzten Spiel, könnten wir das gut gebrauchen“, sagte Kreisläufer Weller vor dem Spiel. Tatsächlich glich Keeper Johannes Bitter zu Beginn einige technische Fehler des HSVH mit starken Paraden aus.

Je länger das Spiel dauerte, desto aggressiver verteidigte der Aufsteiger. Nachdem Bitter einen freien Leipziger Tempogegenstoß parierte (insgesamt sieben Paraden), traf Lukas Ossenkopp zur erstmaligen Führung (10:9/22.). Leipzig blieb in dieser Phase über elf Minuten ohne Treffer, der HSVH ging auch dank eines starken Auftritts von Spielmacher Leif Tissier mit einer 13:11-Führung in die Pause.

Nach der Pause verpasste es der HSVH beim Stand von 18:14 auf fünf Tore weg zu ziehen. Stattdessen kam Leipzig dank mehrere technischer Fehler zurück ins Spiel, führte zehn Minuten vor Schluss mit drei Toren (24:21/50.). „Wir schmeißen vorne Bälle weg, völlig unnötig“, kritisierte Torsten Jansen in der Auszeit. Danach zeigte der HSVH jedoch Moral, kämpfte sich wieder heran (24:24/53.). Am Ende wurde Schimmelbauer zum umjubelten Matchwinner. „Dass wir noch einmal kontern konnten, macht es am Ende zu einem sehr gerechten Ergebnis“, resümierte Jansen.

HSV Hamburg jetzt gegen TVB Stuttgart

Bereits am Freitagvormittag reist der HSVH weiter in Richtung Baden-Württemberg, wo am Sonntag (16 Uhr/Sky) das Gastspiel beim TVB Stuttgart auf dem Programm steht.

Tore des HSV Hamburg: Weller 6/1, Forstbauer 5, Ossenkopp 4, Tissier 4, Mortensen 3/1, Bauer 2, Bergemann 2, Schimmelbauer 1

Tore des DHfK Leipzig: Krzikalla 7/4, Witzke 6, Jotic 4, Esche 3, M. Gebala 2, Milosevic 2, Ernst 1, Ivić 1, Remke 1

Schiedsrichter: Thomas Kern (Bellheim)/Thorsten Kuschel (Haßloch )

( bron )