HSV Handball

„Leif Tissier verkörpert die Gier nach Bundesligahandball"

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Leif Tissier (21) ist beim Leipziger Trainer bestens bekannt.

Leif Tissier (21) ist beim Leipziger Trainer bestens bekannt.

Foto: LeonieHorky / WITTERS

In Leipzig könnte dem HSVH die fehlende Eingespieltheit des Gegners helfen. Trainer André Haber über das Hamburger Team.

Hamburg. André Haber ist gewarnt. „Ich weiß um Leifs Qualitäten. Ich habe ihn damals schon als sehr dynamischen Spieler wahrgenommen“, sagt der Trainer des SC DHfK Leipzig vor dem Auf­einandertreffen mit dem HSV Hamburg (HSVH) an diesem Donnerstagabend (19.05 Uhr/Sky). HSVH-Spielmacher Leif Tissier und Leipzig-Coach Haber kennen sich bereits seit rund fünf Jahren.

Haber lud Tissier damals als Co-Trainer der Junioren-Nationalmannschaft zu einem Lehrgang ein. Die folgende Entwicklung des heute 21-Jährigen überraschte ihn nicht. „Er verkörpert die Gier nach Bundesligahandball. Ein Niklas Weller macht das genauso“, sagt Haber.

HSVH: André Haber lobt Hamburger Mannschaft

Für den 35-Jährigen, der bereits im Jahr 2008 als E-Jugendtrainer nach Leipzig kam, ist der HSVH kein „normaler“ Aufsteiger „Es gibt jedes Jahr eine Mannschaft, über die das gesagt wird. Bei uns war das 2016 genauso“, erinnert sich Haber. „Wegen der Historie ist Hamburg aber auf jeden Fall ein ganz großer Name. Die Mannschaft vereint eine unglaubliche Gier nach der Ersten Liga. Der Enthusiasmus in den ersten Spielen war beeindruckend.“

Nach dem Abgang von Nationalspieler Philipp Weber zum SC Magdeburg musste Haber im Sommer auf der Leipziger Spielmacherposition eine Lücke füllen. Von Champions-League-Teilnehmer Vardar Skopje holte der Club den kroatischen Spielmacher Lovro Jotic, zudem übernimmt Luca Witzke mehr Verantwortung. „Sie haben eine ganze Reihe neuer Spieler, das hat man im ersten Spiel gegen Erlangen gemerkt“, sagt HSVH-Trainer Torsten Jansen.

Vor Spiel gegen HSVH: Haber „nicht nervös"

Zum Auftakt unterlag der Tabellensechste der vergangenen Saison gegen den HC Erlangen in einer extrem fehlerbehafteten und torarmen Partie mit 15:19. Es folgte eine 25:30-Niederlage im Ostderby gegen die Füchse Berlin. „In der vergangenen Saison waren wir schon mal eingespielter“, sagte Haber. „Da wir nur eins von drei Spielen gewonnen haben, ist der Saisonstart nicht zufriedenstellend. Mit dem Auswärtssieg in Lemgo zeigt die Tendenz aber in die richtige Richtung.“ In dieser Saison wolle man das Ergebnis der Vorsaison bestätigen und „perspektivisch nach Europa. Ich werde nicht nervös, weil wir die ersten beiden Spiele nicht gewonnen haben“, sagt Haber, der mit Leipzig klar favorisiert ist.

Wenn der Mannschaftsbus des HSVH heute um 9.15 Uhr am Volkspark in Richtung Sachsen abfährt, wird auch Rückraumspieler Dominik Axmann dabei sein. Der 22-Jährige kämpfte monatelang mit einer komplizierten Mittelfußverletzung, nach einem Eingriff im Sommer kann er mittlerweile wieder schmerzfrei spielen. „In der vergangenen Woche hat er noch ein paar Reaktionen auf die Trainingseinheiten gezeigt. Mittlerweile sieht das aber gut aus“, freut sich HSVH-Coach Jansen.

( bron )