Handball

HSVH verlängert mit Schimmelbauer und erhält neue Termine

Außen Tobias Schimmelbauer (33) bringt es seit August 2019 auf 17 Spiele und20 Tore für denHSV Hamburg.

Außen Tobias Schimmelbauer (33) bringt es seit August 2019 auf 17 Spiele und20 Tore für denHSV Hamburg.

Foto: Witters

Linksaußen bleibt dem Zweitligisten bis 2022 erhalten. Acht Verträge laufen aus. Spiele gegen Dormagen und Hamm neu angesetzt.

Hamburg. Es waren ungeahnte Qualitäten, die Tobias Schimmelbauer bei der Rückkehr ins Mannschaftstraining am Montag in die Halle zauberte. 6:1 gewann Team Alt beim Fußballspielen zur Erwärmung gegen Team Jung. Vier Tore erzielte der mit 33 Jahren älteste Profi im Kader der Zweitliga-Handballer des HSV Hamburg (HSVH). „Beim Fußball bin ich Torjäger“, gibt der Linksaußen in der neuen Folge des vereinseigenen Podcasts „Anruf in Anwesenheit“ preis. Auf dem Handballfeld wird „Schimmel“ dagegen für seine Abwehrarbeit gerühmt.

So sehr, dass der Club den Vertrag des im Sommer 2019 vom Bundesligisten TVB Stuttgart gekommenen Linksaußen nun vorzeitig um ein Jahr bis Juni 2022 verlängerte. „Es passt alles. Meine Frau und ich fühlen uns in der Stadt wohl. Mit der Mannschaft macht es großen Spaß. Wir haben noch viel Potenzial“, sagt Schimmelbauer, der nach 14 Jahren auf dem Erst- und Zweitligaparkett das Karriereende zwar noch nicht im Kopf hat, jedoch auf seinen Körper hören will. Acht weitere Verträge laufen beim HSVH zum Saisonende aus, darunter die Kontrakte von Spielmacher Leif Tissier (20) und Kapitän Niklas Weller (27/Kreis).

Zwei HSVH-Spiele neu terminiert

18 Spiele und 14 Törchen schaffte der Hesse Schimmelbauer in der vergangenen Saison, als ihn zum Jahresbeginn die Diagnose Hodenkrebs jäh stoppte. Der Tumor wurde entfernt, die Krankheit hat er besiegt, „auch weil der Krebs sehr früh erkannt worden war“. Bei den Auftakterfolgen zum Saisonbeginn demonstrierte er seine Abwehrstärke, verteidigte kompromisslos auf der Halbposition und im Mittelblock. Beim dritten Spiel (und Sieg) blieb ihm in Corona-Quarantäne nur die Zuschauerrolle, die er ebenfalls überstand und nun am 15. November beim VfL Gummersbach dem Comeback entgegenblickt.

Die jüngst aus Personalsorgen abgesagten Heimspiele gegen Bayer Dormagen (15. Dezember, 20 Uhr) und Hamm-Westfalen (8. Februar, 20 Uhr) wurden unterdessen neu terminiert. Auch das Auswärtsspiel vom 1. Spieltag beim TuS N-Lübbecke musste wegen der Quarantäne-Maßnahmen entfallen und wird nun am 1. Dezember (19.30 Uhr) nachgeholt. Das Duell sollte Anfang Oktober ursprünglich das Saisonauftaktspiel für die Hamburger sein.