Handball

HSVH hofft auf späten Nachholtermin gegen Hamm

Leif Tissier (r., hier gegen Aue) und der HSV Hamburg wünschen sich die Rückkehr in einen halbwegs normalen Spielbetrieb.

Leif Tissier (r., hier gegen Aue) und der HSV Hamburg wünschen sich die Rückkehr in einen halbwegs normalen Spielbetrieb.

Foto: Imago/Kruczynski

Beim Hamburger Zweitligisten endet nach der Spielabsage die Quarantäne. Buxtehuder Bundesliga-Damen überraschen vor Zuschauern.

Hamburg. Bei den Zweitliga-Handballern des HSV Hamburg (HSVH) haben sie nach der Absage des Heimspiels gegen den ASV Hamm-Westfalen nur einen Wunsch: bitte keine Nachholbegegnung am kommenden Wochenende. Dieses soll in der Nationalmannschafts­-Pause spielfrei bleiben, das coronageplagte Team sich weiter erholen können. Für das Auswärtsspiel am 15. November beim VfL Gummersbach könnte HSVH-Trainer Torsten Jansen dann mit vereinten Kräften den Saison-Restart ausrufen.

Neun positive Corona-Fälle hatte es seit Ende September im Team gegeben. Drei Profis befanden sich bis Ende vergangener Woche mit Infektionssymptomen noch in den eigenen vier Wänden. Sie erhielten für Sonnabend kein kurzfristiges Einsatz-Okay der Mannschaftsärzte. Dazu zeigten weitere Spieler Corona-Nachwirkungen. Die Liga gab dem Verlegewunsch wegen der sportuntypischen Ausfallgründe statt.

HSVH jetzt mit acht Spielen im Dezember

Drei Spiele der Hamburger mussten bisher verlegt werden, zwei davon in den Dezember, in dem nun acht Partien angesetzt sind. Der neue Termin fürs Hamm-Heimspiel blieb zunächst offen. Wird es nicht zeitnah nachgeholt, besteht zumindest die Hoffnung, dass dann wieder vor Zuschauern geworfen werden kann. Im November wird es zwei Geisterheimspiele geben, der Club aus logistischen und vertraglichen Gründen auch ohne Publikum in der Sporthalle Hamburg antreten.

Drei Spiele konnte der HSVH aber auch spielen, drei Siege einfahren. Da sich kein Spieler des 16er-Kaders mehr in Quarantäne befindet und kaum größere Verletzungen vorliegen – Spielmacher Philipp Bauer (24) plagt eine Gehirnerschütterung –, dürfte die Spielfähigkeit in den kommenden 14 Tagen wieder hergestellt werden.

Mit dem Hamburger Vermögensverwalter Lloyd Fonds AG ist zudem ein Premiumsponsor gefunden. Das Finanzhaus wirbt bis 2022 auf dem Trikot, ersetzt dort die S-Bahn. Ein Hauptsponsor für die Saison ist noch nicht gefunden.

Frauen: Buxtehude überrascht gegen Thüringer HC

Letztmals mit Zuschauern liefen die Frauenbundesligisten aus dem Hamburger Verband auf. Der Buxtehuder SV feierte vor 360 Fans beim 20:19 (14:11) einen Überraschungssieg gegen den Thüringer HC. Es war der erste BSV-Erfolg gegen das Topteam seit knapp sechs Jahren. Den nur noch sechs eigenen Toren in Halbzeit zwei stand Nationaltorhüterin Lea Rühter (22) gegenüber, die den Sieg mit 21 Paraden festhielt.

Der Tabellenachte (8:8 Punkte) empfängt nun am Mittwoch (19.30 Uhr) ohne Fans im Achtelfinale des DHB-Pokals Ligaprimus Dortmund (14:0). Buchholz-Rosengarten verlor das Aufsteigerduell gegen Halle-Neustadt 18:20 (8:9), bleibt Drittletzter (2:14). Die langjährige Buxtehuder Bundesligaspielerin Jessica Oldenburg (29) gab nach Babypause ihr Debüt für die „Luchse“, die im Pokal den VfL Oldenburg empfangen (Mi, 20 Uhr/beide Sportdeutschland.tv).