Handball

Zweite Liga startet ohne Hamburg und mit Sorgen

| Lesedauer: 2 Minuten
Umkämpfte 2. Liga: Hamburgs Lukas Ossenkopp (r.) und Lübecks Janik Schrader im Duell.

Umkämpfte 2. Liga: Hamburgs Lukas Ossenkopp (r.) und Lübecks Janik Schrader im Duell.

Foto: Witters

Handball-Unterhaus mit 19 Teams. Die Handballer des HSV Hamburg erhalten nach Quarantäne einen Tag Aufschub.

Hamburg. Sie selbst können nicht auf der Platte stehen, den Freitagabend aber können die Zweitliga-Handballer des HSV Hamburg in Quarantäne gut nutzen: Gegnerbeobachtung ist das Stichwort, wenn nach der Ersten Liga am Donnerstag von Freitag an auch die Zweite Liga in ihre verspätete Saison mit 19 Teams startet. Sportdeutschland.tv wird wie gewohnt jede Partie kostenlos übertragen. In der vergangenen Saison nahmen die Zuschauerzahlen im Internet bereits um 25 Prozent zu.

Bei den Hamburgern, Tabellenachter 2019/20, dürfen die fünf positiv auf das Coronavirus getesteten Spieler frühestens am 3. Oktober die häusliche Isolation verlassen. Das übrige Team inklusive Trainer- und Betreuerstab muss bis 7. Oktober daheim bleiben. Das Auftaktspiel beim TuS N-Lübbecke ist auf den 1. Dezember verlegt worden, die Heimpartie gegen die HSG Konstanz dagegen bleibt. Trotz aller Bemühungen hat die Handball-Bundesliga (HBL) lediglich einer Verlegung um einen Tag vom 10. auf Sonntag, dem 11. Oktober, zugestimmt. Den Hamburgern bleiben drei Tage Mannschaftstraining. Der nächste Gegner beginnt am Freitag (20 Uhr) gegen Elbflorenz Dresden die Saison.

Sinkende Etats wegen ausbleibender Zuschauereinnahmen

Ohne Absteiger aus dem Oberhaus und mit den Drittligameistern Dessau, Großwallstadt, Wilhelmshaven und Fürstenfeldbruck wird um zwei Aufstiegs- und drei Abstiegsplätze geworfen. Offen spricht Altmeister Gummersbach um Neutrainer Gudjón Valur Sigurdsson (41) vom Ziel Wiederaufstieg. Dazu werden – auch ohne den pausierenden Ex-Hamburger Michael Kraus (37) – Bietigheim und Lübbecke genannt. Die Zweite Liga gehört zu den Top-Fünf-Handballligen Europas. 36 Millionen Euro Umsatz stemmten die Clubs, sie kamen auf 1850 Zuschauer im Schnitt – vor Corona.

Lesen Sie auch:

Nun sind die Sorgen allerorten groß. Die Etats dürften wie beim HSVH wegen ausbleibender Zuschauereinnahmen und reduzierter Sponsorenzusagen um rund 30 Prozent sinken. Zum Auftakt muss etwa der Hamm-Westfalen wegen zu hoher Infektionszahlen im Kreis auf Zuschauer verzichten, der TV Hüttenberg in die Arena des Erstligisten HSG Wetzlar umziehen. Ob dort der Anpfiff gegen den Wilhelmshavener HV (WHV) ertönt, bleibt unsicher. Dem WHV fehlt nach der Festnahme des Geschäftsführers und Hauptgeldgebers wegen Betrugsvorwürfen eine Million Euro. In Hamburg sind schon Spieler angeboten worden.

( tip )