Marco Heinsohn

Die Stimme der HSV-Handballer stirbt mit 49 Jahren

Marco Heinsohn (M., hier zwischen dem heutigen Trainer Torsten "Toto" Jansen und Diskus-Olympiasieger Robert Harting) arbeitete mehr als ein Jahrzehnt als Hallensprecher der HSV-Handballer.

Marco Heinsohn (M., hier zwischen dem heutigen Trainer Torsten "Toto" Jansen und Diskus-Olympiasieger Robert Harting) arbeitete mehr als ein Jahrzehnt als Hallensprecher der HSV-Handballer.

Foto: imago/Dreisicht

Der beliebte Hamburger TV-Moderator (Sat.1) verliert einen langen Kampf gegen den Krebs. Handball-Boss Schwalb reagiert bedrückt.

Hamburg. Marco Heinsohn hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Der Hallensprecher des HSV Hamburg stirbt im Alter von 49 Jahren an Darmkrebs, bestätigte der Club dem Abendblatt. Er war sowohl bei den Fans des Handball-Zweitligisten als auch innerhalb des Teams extrem beliebt. „Es ist ein furchtbarer Tag für uns. Wir sind unendlich traurig und geschockt“, sagte Vizepräsident Martin Schwalb.

Wegen seiner schon länger andauernden Krankheit konnte Heinsohn seine Tätigkeit als Hallensprecher die gesamte Saison nicht mehr ausüben. Zuletzt wurde er durch Finn-Ole Martins (Spitzname „Fom“), der in der Handballwelt durch RadioFom bekannt wurde, vertreten.

Heinsohn half beim HSVH-Neustart mit

Heinsohn war das Herz der HSV-Handballer. Der durch die Regionalnachrichten bei Sat.1 bekannt gewordene Fernsehmoderator hatte maßgeblichen Anteil am Neustart des Vereins nach der Insolvenz 2016. „Marco war ein so wichtiger Teil unseres Teams. Er war von Anfang an dabei und hat das alles mit uns aufgebaut. Wir haben gemeinsam noch so viel entwickeln wollen. Er hatte viele Ideen“, sagte Schwalb.

Bis auf eine kurze Unterbrechung im Jahr 2013 war Heinsohn als Hallensprecher seit 2007 die Stimme des Vereins. Auch beim größten Erfolg der Vereinsgeschichte, dem Champions-League-Triumph 2013, war er mit dabei.