27:23 gegen Skjern

HSV-Handballer greifen nach dem Titel im EHF-Cup

Hamburgs Pascal Hens (M.) freut sich mit Hamburgs Matthias Flohr (4.v.l.) über den Finaleinzug

Hamburgs Pascal Hens (M.) freut sich mit Hamburgs Matthias Flohr (4.v.l.) über den Finaleinzug

Foto: Lukas Schulze / dpa

Der HSV hat beim Final Four erstmals das Endspiel im EHF-Pokal erreicht. Zum Auftakt besiegten die Hamburger den Skjern HB mit 27:23.

Berlin. Zwei Jahre nach dem Triumph in der Champions League greifen die Handballer des HSV Hamburg wieder nach einem internationalen Titel. Die Mannschaft von Trainer Jens Häusler setzte sich im Halbfinale des EHF-Cups in Berlin souverän mit 27:23 (14:11) gegen Skjern Handbold aus Dänemark durch. Gegner im Endspiel am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) sind die Füchse Berlin, die das Halbfinale gegen Gorenje Velenje aus Slowenien mit 27:24 (16:12) gewannen.

„Wir haben jetzt den ersten Schritt zum Titel geschafft, die anderen 50 Prozent müssen wir morgen im Finale nachlegen“, sagte der frühere Nationalspieler Pascal Hens. Trainer Häusler meinte trotz des konzentrierten Auftritts: „Das war ein hartes Stück Arbeit für uns.“

In der Max-Schmeling-Halle der Hauptstadt übernahmen die Hamburger, die in der Bundesliga kurz vor Saisonende nur auf Rang acht liegen, von Anfang an die Kontrolle und erspielten sich früh eine komfortable Führung (11:6). Der ehemalige Nationaltorhüter Johannes Bitter zeigte dabei eine ganz starke Leistung und sorgte in hektischen Phasen für Ruhe. „Wir wissen, dass der Jogi überragend hält. Heute hatte er großen Anteil an diesem Sieg. Er ist eine Art Lebensversicherung für uns“, sagte Hens.

Nach einer Schwächephase in der Defensive Ende der ersten Halbzeit schrumpfte der Hamburger Vorsprung zwischenzeitlich bis auf zwei Tore zusammen (12:10). Nach der Pause zeigte sich Skjern weiterhin aggressiv, außerdem musste der HSV den verletzungsbedingten Ausfall von Johan Petersson verkraften. In der 35. Minute erlitt er ohne Fremdeinwirkung einen Riss der rechten Archillessehne. Bitter und Co. ließen sich davon nicht verunsichern und zogen dank ihrer cleveren Arbeit in der Offensive um den überzeugenden Franzosen Kentin Mahé erneut davon (20:16). Die Vorentscheidung fiel etwas mehr als vier Minuten vor Schluss, als Hamburg mit 26:20 in Führung ging.

Erfolgreichster HSV-Werfer war Mahé (6), außerdem steuerten Kevin Schmidt und Kevin Herbst jeweils fünf Treffer bei. „Man hat gesehen, dass die ganze Mannschaft gebrannt hat, egal wer gespielt hat. Wir sind als Team hier und wollen am Ende als Team gewinnen“, sagte Hens.

Mit einer Ausnahme im Vorjahr hatten seit 2004 ausschließlich deutsche Teams im EHF-Cup triumphiert. Im zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb war Gastgeber Berlin 2014 im Halbfinale am späteren Sieger Pick Szeged gescheitert. 2013 triumphierten die Rhein-Neckar Löwen als bislang letzter Bundesligist. Zuletzt hatte es 2011 ein deutsches Finale gegeben. In Hin- und Rückspiel setzte sich Frisch Auf Göppingen gegen den TV Großwallstadt durch. (dpa)