HSV-Handballer kämpfen um ihr Minimalziel

Hamburg. Bei den HSV-Handballern reicht neuerdings schon eine BahnCard 25, um Tickets zum halben Preis zu bekommen. Wer am Dienstag zwischen 13 und 15 Uhr das Reisezentrum im Hamburger Hauptbahnhof aufsucht und eine BahnCard vorlegt, bekommt von Kapitän Pascal Hens oder Hans Lindberg für das Derby gegen Flensburg-Handewitt am 1. Mai zwei Karten zum Preis von einer überreicht.

Die Rabattaktion war schon vor dem 25:33 am Dienstag beim SC Magdeburg geplant. Allerdings hat die Niederlage die Partie der Nordrivalen schon etwas entwertet. Ursprünglich sollte es das Duell zweier Titelaspiranten werden. Jetzt ist es ein Spiel um Platz drei. Der berechtigt gerade noch, in der kommenden Saison in der Champions League vertreten zu sein. Für den scheidenden Titelverteidiger HSV war dies das Minimalziel gewesen. Nimmt man das Spiel in Magdeburg zum Maßstab, ist auch das nicht zu halten. „Wir haben es nicht geschafft, den Magdeburgern unser Tempospiel aufzuzwingen und sie mit hoher Ballgeschwindigkeit an ihre Grenzen zu führen“, sagte Trainer Martin Schwalb.

Ihm bleiben jetzt zwei Wochen, um seine Mannschaft wiederaufzurichten, während die Konkurrenz aus Kiel, Flensburg und Mannheim um den Einzug in die Champions-League-Endrunde kämpft. Es würde sich anbieten, die Zeit zu nutzen, um sich mit der Planung der nächsten Saison zu beschäftigen. „Aber wir haben nicht die hundertprozentige Klarheit, mit welchem Etat wir kalkulieren können“, sagt Geschäftsführer Holger Liekefett. Offenbar hat Andreas Rudolph, der Präsident und Mäzen, bisher keine konkreten Zusagen gegeben. Die Patronatserklärung, die der HSV für die Lizenz braucht, darf Rudolph theoretisch bis zum 10. Juni nachreichen.

Unterdessen verdrängten die Rhein-Neckar Löwen den THW Kiel von der Tabellenspitze, indem sie das Spitzenspiel gegen den Titelverteidiger verdient mit 29:26 gewannen.