HSV-Handballer treffen auf Celje

Im Achtelfinale gegen slowenischen Spitzenclub, heute gegen Hannover. Kurzurlaub für Carlén

Hamburg. Es scheint zur Tradition zu werden, dass den HSV-Handballern im Achtelfinale der Champions League immer der stärkste der möglichen drei Gegner zugelost wird. Waren es in Wien im vergangenen Jahr die Füchse Berlin, an denen die Hamburger später scheitern sollten, ist es diesmal Celje Pivovarna Lasko, 18-maliger slowenischer Meister und Sieger der Champions League 2004. Das Hinspiel wird wohl am 16. März in Celje geworfen, das Rückspiel vermutlich am Donnerstag, dem 21. März, in der Sporthalle Hamburg in Winterhude. Werden diese Termine von der Europäischen Handball Föderation (EHF) bestätigt, will der HSV sein Bundesliga-Heimspiel gegen Aufsteiger GWD Minden vom 19. auf den 23. oder 24. März verlegen.

"Celje ist ein Club mit großem Namen", sagt HSV-Trainer Martin Schwalb. Das Team befinde sich zwar im Umbruch und sei mit einem Durchschnittsalter von 23,05 Jahren das jüngste im laufenden Wettbewerb, "aber sie haben viele talentierte und vor allem hungrige Spieler". Rechtsaußen Gasper Marguc, 22, war mit 65 Treffern hinter Hamburgs Hans Lindberg (69) zweitbester Schütze der Champions-League-Vorrunde. Besondere Brisanz erhält das Duell, weil Celje vom ehemaligen HSV-Profi Roman Pungartnik, 41, gemanagt wird. "Das werden zwei interessante Spiele", glaubt Pungartnik, "aber wir sind klarer Außenseiter." Dennoch wird niemand beim HSV die Slowenen unterschätzen. In der Vorrunde gewannen sie ihr Heimspiel gegen den THW Kiel mit 31:28.

Vor der Champions League müssen die Hamburger ihre Pflichten in der Bundesliga erledigen. Am heutigen Mittwoch (20.15 Uhr, O2 World) erwartet der HSV den Tabellenfünften TSV Hannover-Burgdorf. Vor 23 Tagen mühte sich die Mannschaft im Pokal-Viertelfinale zu einem 33:31-Erfolg. 600 Eintrittskarten waren für das erneute Aufeinandertreffen der beiden Nordclubs verkauft. Der HSV hofft auf mindestens 8000 Besucher.

Unter den Zuschauern wird Oscar Carlén fehlen. HSV-Trainer Schwalb schickte den Schweden am Dienstagabend zum Kurzurlaub in seine Heimat. "Ich habe ihm ein paar freie Tage verordnet, die er nach dem Stress der vergangenen Wochen braucht." Nach zwei Kreuzbandrissen und zwei Jahren Verletzungspause war der 24-Jährige vor einem Monat erstmals beim HSV ins Mannschaftstraining eingestiegen. Das rechte Knie blieb zwar stabil, unter den ungewohnten Belastungen schwoll es zuletzt aber wieder an. Carlén nahm deshalb bislang Abstand von einem Comeback. "Wir bleiben im ständigen Kontakt und entscheiden dann gemeinsam, wann er wieder nach Hamburg kommen soll", sagte Schwalb.

Champions League, Achtelfinale: Bjerringbro-Silkeborg (Dänemark) - FC Barcelona, Ademar León (Spanien) - Veszprem (Ungarn), Szeged (Ungarn) - Kielce (Polen), Celje (Slowenien) - HSV Hamburg, Tschechow (Russland) - Kiel, Dinamo Minsk (Weißrussland) - Skopje (Mazedonien), Atletico Madrid - Füchse Berlin, Velenje (Slowenien) - Flensburg.