Basketball

Veolia Towers weisen beim Aufsteiger Aufwärtstrend nach

| Lesedauer: 2 Minuten
Rupert Fabig
Aufbauspieler Kendale McCullum überzeugt in der Vorbereitung der Hamburg Towers.

Aufbauspieler Kendale McCullum überzeugt in der Vorbereitung der Hamburg Towers.

Foto: imago/Peter Kolb

Im Testspiel gegen die Rostock Seawolves setzt sich der Hamburger Basketball-Bundesligaclub nach Verlängerung durch.

Rostock.  Wer kennt es nicht? Das „klassische Overpacen“, von dem Raoul Korner nach dem Testspiel seiner Veolia Towers Hamburg bei den Rostock Seawolves sprach. Was der Cheftrainer für eine traditionelle Sportgeläufigkeit hält, bedeutet konkret: „Wir haben die Kontrolle über den Rhythmus des Spiels den hoch motivierten Rostockern überlassen. Erst ab Mitte des dritten Viertels waren wir durch aggressive Verteidigung die spielbestimmende Mannschaft.“

Daraus folgte, dass die Wilhelmsburger am Sonntag den Rückstand zur Pause beim Bundesligaaufsteiger noch aufholten und die Partie nach Verlängerung 105:98 (87:87, 45:52) gewannen. Noch am Freitag hatten die Towers daheim 64:70 gegen den Ligakonkurrenten Löwen Braunschweig verloren.

Veolia Towers Hamburg steigern sich in Rostock defensiv

Vor 2282 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle sah es zunächst nach einer weiteren Niederlage in der Saisonvorbereitung aus. Der frühere Zweitligarivale startete mit einem 8:0-Lauf in die Begegnung und baute den Vorsprung zu Beginn des zweiten Abschnitts sogar auf 15 Zähler aus (33:18, 11. Minute). Die Seewölfe kontrollierten das Tempo, Hamburg hechelte hinterher.

Doch nun schienen die Gastgeber „overpaced“ zu haben. Sie hielten zwar das Tempo hoch, die Genauigkeit ihrer Aktionen ließ mit schwindenden Kräften jedoch nach. Zugleich steigerten sich die Towers, die weiterhin auf die EM-Viertelfinalisten Jonas Wohlfarth-Bottermann (Deutschland) und Žiga Samar (Slowenien) verzichten müssen, defensiv. Die Konsequenz: eine 70:63-Führung vor den finalen zehn Minuten.

Insbesondere Routinier Seth Hinrichs, eigentlich eher für den cleveren Pass anstatt den aggressiven Abschluss bekannt, glänzte mit 22 Punkten. Die Aufbau­spieler Kendale McCullum und James Woodard kontrollierten das Angriffsgeschehen und waren maßgeblich daran beteiligt, dass das letzte Aufbäumen der Rostocker in der Verlängerung scheiterte.

Die Gefahr zu „overpacen“, besteht an diesem Montag nicht. Von 17.30 Uhr an empfangen die Towers ihre Fans zum Saisoneröffnungsevent in der edel-optics.de Arena im Wilhelmsburger Inselpark. Mit Vollgas geht es erst am Donnerstag im Testspiel bei den stark einzuschätzenden Telekom Baskets Bonn weiter.

Punkte: Hinrichs (22), Woodard (19), McCullum (16), Childs (15), Schoormann (12), Meisner (12), Philipps (4), Clark (3), Cleary, Möller, Kozak.