Basketball

Towers setzen auf junge Co-Trainer und alte Bekannte

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Benka Barloschky (l.) arbeitet seit 2015 bei den Hamburg Towers.

Benka Barloschky (l.) arbeitet seit 2015 bei den Hamburg Towers.

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

Benka Barloschky bleibt den Hamburger Basketballern erhalten, Stefan Grassegger kommt. Was die Co-Trainer auszeichnet.

Hamburg.  Die A-cappella-Band „Alte Bekannte“ hat auf ihrem Album „Bunte Socken“ den Song „Du hast mich in dich verliebt“ veröffentlicht. So melodisch, so gut. Aber wie kommt man nun von Vokal-Pop auf die Hamburg Towers? Ganz einfach: Die haben ihren Trainerstab mit alten Bekannten komplettiert. Und beiden Co-Trainern ist zu unterstellen, dass sie es geschafft haben, dass sich ihre Chefs in sie verliebt haben.

Der Ältere der alten Bekannten, der – einziger Haken der Wortspielerei – mit 34 Jahren alles ist, bloß nicht alt, ist Benka Barloschky. Mal wieder. Wie immer. Der Dauerbrenner auf dem Platz rechts neben dem Cheftrainer des Basketball-Bundesligisten bleibt in dieser Funktion für mindestens zwei weitere Jahre erhalten.

Basketball: Stefan Grassegger ist ein alter Bekannter

Ein alter Bekannter des Towers-Trainers Raoul Korner (48) wiederum ist Stefan Grassegger (32), der unter diesem bereits drei Jahre als Assistent bei der österreichischen Nationalmannschaft zusammengearbeitet hat und in gleicher Funktion ebenfalls bis zum Ende der Saison 2023/24 einen Vertrag bei den Wilhelmsburgern unterschrieben hat.

Die Verlängerung Barloschkys kommt kaum überraschend, ist aber dennoch interessant. Schließlich hatte Towers-Geschäftsführer und -Sportdirektor Marvin Willoughby (44) – verliebter Chef Nummer eins – ernsthaft darüber nachgedacht, den gebürtigen Bremer als neuen Headcoach zu installieren. Die Gespräche befanden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Letztlich erhielt jedoch Korner vor allem wegen seiner Erfahrung in leitender Funktion den Vorzug, und Barloschky, ehrgeizig und loyal zugleich, nahm es ohne großes Murren auf.

„Ich habe meine Nische im Videoscouting gefunden"

Seit 2015 bekleidet der Sympathieträger sein Amt, lernte unter Hamed Attarbashi, Mike Taylor sowie Pedro Calles und übernahm interimsweise nach Attarbashis Demission für einige Monate den Cheftrainerjob. „Ich freue mich, nun Raoul über die Schulter schauen zu können und mir auch von ihm etwas abzugucken“, sagt Barloschky, der peu à peu größere Kompetenzen erhält. So darf er im Juli mit Korner nach Las Vegas zur NBA-Sommerliga.

Grassegger gelang es, Korner – verliebter Chef Nummer zwei – als emsiges Fleißbienchen zu überzeugen. „Ich habe meine Nische im Videoscouting und der Spielvorbereitung gefunden. Darin sehe ich meine größte Stärke, die ich mir vor allem über den Einsatz moderner technischer Hilfsmittel erarbeitet habe“, sagt der Österreicher, der im Gegensatz zu seinem Boss auch über den Sommer hinaus für das Nationalteam weiterarbeiten darf.

Basketball: „Stefan passt perfekt in unser Team"

Nicht weiterarbeiten durfte der in Wels im Alpenvorland geborene Grassegger bei seinem bis dato letzten Engagement. Beim litauischen EuroLeague-Club Zalgiris Kaunas assistierte er zunächst seinem Landsmann Martin Schiller, musste acht Wochen nach dessen Entlassung aber ebenfalls vorzeitig gehen.

Dem gegenüber stehen zuvor drei solide Jahre bei den Vienna D.C. Timberwolves aus Wien. „Stefan passt perfekt in unser Coaching-Team. Er wird uns durch seine angenehme Persönlichkeit und Fachkompetenz bereichern“, schwärmt Korner. Und die „Alten Bekannten“? Dürften sich ihrerseits in Barloschky verlieben, denn dieser hat tatsächlich ein Faible für bunte Socken.

( fab )