Basketball

Mit dem letzten Wurf: Towers verlieren Play-off-Auftakt

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Towers-Profi Jaylon Brown (r.) zog immer wieder mit viel Tempo zum Korb. Am Ende war der US-Amerikaner Topscorer der Hamburger.

Towers-Profi Jaylon Brown (r.) zog immer wieder mit viel Tempo zum Korb. Am Ende war der US-Amerikaner Topscorer der Hamburger.

Foto: Imago Images

Im ersten Viertelfinal-Duell unterlagen die Hamburger bei den Telekom Baskets Bonn unglücklich mit 98:100 nach Verlängerung.

Hamburg. Der Freitag hielt für die Hamburg Towers Unruhe bereit. Mitten in die Vorbereitung auf den Auftakt der Play-off-Viertelfinalserie bei den Telekom Baskets Bonn platzte die Meldung von MagentaSport-Kommentator Michael Körner, dass Noch-Trainer Pedro Calles nicht etwa nach Spanien wechseln wird, sondern vor einem Engagement bei den EWE Baskets Oldenburg stehen soll. Weser-Emsland statt Espana.

Aber erst einmal: Rheinland. Was sich dort am Freitagabend abspielte, stellte alle noch so brisanten Gerüchte in den Schatten. Erst nach Verlängerung mussten sich die Hamburger in einer dramatischen Partie mit 98:100 (23:17, 19:24, 24:26, 25:24, 7:9) geschlagen geben.

Hamburg Towers verlieren in Bonn in letzter Sekunde

Die Niederlage kam in letzter Sekunde. Seth Hinrichs hatte 5,2 Sekunden zuvor zum 98:97 getroffen, Bonns Javontae Hawkins wurde im Folgeangriff zu einem Notwurf aus rund acht Metern gezwungen. Doch der US-Amerikaner wiederholte kaltblütig, was ihm schon zum Ende der regulären Spielzeit gelungen war, als er die Bonner ebenfalls per Dreier überhaupt erst in die Verlängerung geworfen hatte.

Dabei waren es zuvor die Towers, die trotz reichlich Unruhe, diesmal von den Rängen des Telekom-Domes, wo die 6000 Fans der Gastgeber für eine prickelnde Atmosphäre sorgten, so reagierten wie auf die Gerüchte um ihren Coach: Sie ignorierten das Dauerrauschen und blieben entspannt. Locker genug, um allem standzuhalten, was auf sie einprasselte: ein Bonner Dreierregen, Foulprobleme und der herausragende Auftritt von Bonns Parker Jackson-Cartwright (36 Punkte), mit dem sich Caleb Homesley zeitweise ein Privatduell von der Dreipunktelinie lieferte. Homesley war es aber auch, der mit zehn Ballverlusten zur Pleite beitrug.

Calles wiederum wirkte nicht wie ein Trainer, der mit seinem Noch-Arbeitgeber abgeschlossen hat. „Bin ich glücklich? Nein. Kann ich meinen Spielern etwas vorwerfen? Nein. Will ich Sonntag gewinnen? Zur Hölle ja“, sagte der Spanier ungewohnt emotional und bereit, die Serie in Spiel zwei am Sonntag (15 Uhr/MagentaSport) auszugleichen.

( fab )