Basketball

Towers-Zugang Meisner: Der lange Weg zurück zur Topform

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Alexander Berthold
Lukas Meisner gehörte vor seiner Verletzung zu den treffsichersten deutschen Spielern in der BBL.

Lukas Meisner gehörte vor seiner Verletzung zu den treffsichersten deutschen Spielern in der BBL.

Foto: Witters

Der Nationalspieler hatte sich im Februar schwer an der Schulter verletzt. Das Vertrauen in den Körper kehrt langsam zurück.

Hamburg. Wenn es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, dass sich Lukas Meisner in Hamburg wohlfühlt, dann zeigte ihn der Forward der Hamburg Towers bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr, MagentaSport) gegen Medi Bayreuth. Der Kaffeeliebhaber trank sein Getränk aus einem riesigen Hamburg-Becher. "Es ist echt alles super. Ich kenne mich hier aus, es schön, meine Familie um mich zu haben, die mich super unterstützt", sagt Meisner.

Towers-Profi Meisner hat Verwandtschaft in Hamburg

Bereits vor seinem Wechsel zu den Towers war er häufig in Hamburg, um seine Verwandten zu besuchen. Neben seinem Bruder wohnen auch seine Tante, ein Cousin, eine Cousine und sein Neffe, mit dem er besonders gerne Zeit verbringt, in der Hansestadt. "Jetzt kann ich an einem freien Tag einfach von Altona nach Eppendorf fahren, um meine Familie zu sehen und muss nicht mehr von Bayreuth oder Braunschweig nach Hamburg fahren. Das macht es in jedem Fall einfacher", erklärt der 26-Jährige.

Meisner macht Extra-Training für lädierte Schulter

Alles andere als einfach waren die vergangenen acht Monate. Im Februar verletzte sich Meisner bei der Nationalmannschaft schwer an der Schulter. Operation, Reha, lange Pause, dabei war er bis zu seinem folgenschweren Unfall bei den Löwen Braunschweig der punktbeste Deutsche in der Basketball-Bundesliga (BBL). Ein Grund, warum ihn die Towers unbedingt verpflichten wollten.

Das Vertrauen in den Körper ist mittlerweile zurückgekehrt, die Vorbereitung konnte Meisner nahezu problemlos durchziehen. Meisner kam in allen drei Ligaspielen zum Einsatz. "Ich fühle mich fit. Die Schulter ist immer ein Punkt, auf den ich mich konzentrieren muss, aber ich habe keine Probleme auf dem Feld", erklärt Meisner, der vor und nach jedem Training Extraübungen für die Schulter macht.

Deshalb glaubt der Neu-Hamburger auch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann er an die starken Leistungen in Braunschweig anknüpft. "Ich bin jetzt in einem neuen Team, in einer neuen Struktur. Das Team und der Trainer machen es mir leicht, mich zurechtzufinden. Ich helfe, wo ich kann, um das Team voranzubringen. Wenn wir als Team unseren Groove finden, wird es für alle Spieler auch leichter", sagt Meisner.

Meisner träumt von der EM im eigenen Land

Mittelfristig will Dreipunktewurf-Spezialist auch wieder zurück in die Nationalmannschaft. Mit dem neuen Bundestrainer Gordon Herbert (62) ist zeitnah ein Gespräch geplant. Bisher gab es nur losen Kontakt. "Unter dem neuen Coach ist ein anderes Gefühl da, er will mit Blick auf die EM 2022 im eigenen Land etwas aufbauen. Das ist ein Superziel, das ich ins Auge fasse", sagt Meisner.

Das nächste Ziel ist aber am Sonntag der erste Heimsieg der Saison gegen Bayreuth, wo Meisner 2018 sein Profidebüt gefeiert hat. Dementsprechend gut sind auch noch die Drähte zu den ehemaligen Mitspielern Bastian Doreth (32) und Andreas Seiferth (32) und Trainer Rauol Korner (42). Bei der 84:93-Pokalniederlage vor knapp zwei Wochen musste der Towers-Profi am Spieltag wegen Unwohlsein abreisen. "Medi hat mir einen Arzt vermittelt, mich mit Medikamenten versorgt. Sie waren für mich da, das hat mich sehr gefreut", blickt Meisner zurück.