Basketball

Towers vor richtungsweisender Pokal-Premiere

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Rainer Grünberg
Auf Caleb Homesley (r.) und die Hamburg Towers wartet der erste Auftritt im deutschen Pokal. Bisher verlief die Saison für die Hamburger unbefriedigend.

Auf Caleb Homesley (r.) und die Hamburg Towers wartet der erste Auftritt im deutschen Pokal. Bisher verlief die Saison für die Hamburger unbefriedigend.

Foto: Witters

Bei Medi Bayreuth muss das Team von Trainer Pedro Calles am Dienstag nach zwei Bundesliga-Niederlagen eine Reaktion zeigen.

Hamburg. Nach fünf Jahren 2. Bundesliga ProA, der jetzt dritten Saison in der Basketball-Bundesliga (BBL) steht für die 2013 gegründeten Hamburg Towers die nächste Premiere an. Am Dienstag (19 Uhr/MagentaSport) dürfen die Wilhelmsburger bei Medi Bayreuth das erste Mal in ihrer Clubgeschichte im deutschen Pokal antreten.

Der K.-o.-Wettbewerb ist Bundesligateams vorbehalten, in der vergangenen Spielzeit ließ die BBL wegen der Corona-Auswirkungen aus Termingründen nur 16 Mannschaften zu, die Towers als Tabellen-17. der abgebrochenen Spielzeit 2019/20 mussten damals zuschauen. Der Start der Towers in den Magenta Sport BBL Pokal, das ist der offizielle Name, folgt mit drei Tagen Verspätung. Ursprünglich sollten die Hamburger bereits am Sonnabend am Roten Main auflaufen, die Bayreuther waren jedoch in der vergangenen Woche im sibirischen Krasnojarsk erfolgreich in der Qualifikation für den Fiba Europe Cup unterwegs.

Towers haben bisher Probleme in Abwehr und Angriff

Die zusätzliche Pause dürfte Towers-Trainer Pedro Calles gefallen haben, galt es doch nach dem Bundesliga-Fehlstart mit Niederlagen in Ludwigsburg (88:89) und gegen Chemnitz (82:90) einiges aufzuarbeiten. „Uns sind bisher zu viele persönliche Fehler unterlaufen, die unserer Defensive geschadet haben. Wir müssen als Team auf dem Feld besser kommunizieren, um diese zu verhindern“, beschrieb der Spanier erneut die Hauptaufgabe in der aktuellen Trainingsarbeit. Auch an der Fehlerquote in der Offensive müsse dringend gearbeitet werden. „Wir hatten zuletzt zu viele Ballverluste. Und wir müssen beständiger im Angriff sein, gleichzeitig aber wollen wir weiter mit hohem Tempo agieren – denn nur so können wir die Vorteile unseres tiefen Kaders nutzen.“

Auch wenn die Begegnung bei den Oberfranken ein K.-o.-Spiel ist, steht für Calles das Ergebnis nicht im Vordergrund: „Es wird eine lange Saison. Ich muss den langfristigen Prozess immer im Blick behalten. Deswegen werden wir uns auch in Bayreuth erst mal nur auf uns konzentrieren und die speziellen Gegebenheiten im Pokal ausblenden.“

Bayreuth konnte bisher alle Duelle gegen die Towers gewinnen

So klingt wohl eine Gewinnwarnung. Eine weitere Niederlage wäre aber keine Überraschung, schließlich haben die Towers alle ihre bisherigen drei Begegnungen gegen die Bayreuther, bei denen es ein Wiedersehen dem ehemaligen Hamburger Terry Allen gibt, verloren. Immerhin kann Calles wieder auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, Center Maik Kotsar hat nach überstandener Gehirnerschütterung seine konditionellen Rückstände halbwegs aufgearbeitet.