Basketball

Towers-Testspiel wird zur 2G-Premiere in Hamburg

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Hoffen auf große Fan-Unterstützung: Die Geschäftsführer Jan Fischer (l.) und Marvin Willoughby (r.) sowie Trainer Pedro Calles

Hoffen auf große Fan-Unterstützung: Die Geschäftsführer Jan Fischer (l.) und Marvin Willoughby (r.) sowie Trainer Pedro Calles

Foto: LeonieHorky / WITTERS

Gegen die BG Göttingen wird die edel-optics.de Arena trotzdem nicht voll. Erst 700 Tickets sind für die Partie verkauft.

Hamburg.  Das erste und einzige öffentliche Testspiel der Hamburg Towers vor ihrem Start in die neue Basketball-Bundesligasaison am 25. September in Ludwigsburg ist zugleich ein besonderes: Das Match gegen Ligakonkurrent BG Göttingen wird am heutigen Freitag (19.30 Uhr) in der Wilhelmsburger edel-optics.de Arena die erste Sportveranstaltung in der Stadt, die nach 2G-Regeln abläuft.

2G: Fußball- und Handballclubs ziehen am Wochenende nach

Nur vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene sind als Zuschauer zugelassen. Fußball-Zweitligist FC St. Pauli, am Sonntag (13.30 Uhr) am Millerntor gegen den FC Ingolstadt, und Handball-Bundesliga-Aufsteiger HSV Hamburg, am Sonntag (16 Uhr) in der Barclays Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen, setzten am Wochenende ebenfalls erstmals auf dieses Modell.

Im 3G-Status mit zusätzlich auch Getesteten hätten die Towers 650 Besucher in ihre Halle (3000 Sitz-, 400 Stehplätze) lassen dürfen, jetzt sind es 1300 (nur Sitzplätze). Bis zum Donnerstagabend wurden knapp 700 Eintrittskarten online verkauft, darunter 50 VIP-Tickets. Bis kurz vor dem Tip-off sind Bestellungen im Internet noch möglich. Eine Abendkasse gibt es nicht – und wird es wohl in dieser Saison auch nicht geben.

Towers hoffen beim ersten Liga-Heimspiel auf 3000 Fans

Für das um eine Woche vorgezogene erste Bundesliga-Heimspiel am 29. September (18.30 Uhr) gegen Chemnitz hofft Towers-Geschäftsführer Jan Fischer auf 3000 Fans. Das Hygienekonzept des Vereins liegt dem Gesundheitsamt Hamburg-Mitte vor, in der nächsten Woche ist darüber ein abschließendes Gespräch anberaumt. Der Vorverkauf für diese Begegnung startet am Dienstagmittag mit 3000 Plätzen. Gegenüber der maximalen Kapazität (3400) fallen 200 Stehplätze weg, zudem wahrscheinlich die erste Sitzreihe am Spielfeldrand. In Hallen bis zu 5000 Zuschauern ist in Hamburg eine Fast-Vollauslastung möglich, für größere Spielstätten existieren bundesweit fließende Obergrenzen.

„Wirtschaftlich gab es für uns zum 2G-Modell keine Alternative. Auch für die Stimmung ist unablässig, so viele Fans wie möglich in die Halle zu holen“, sagt Fischer. Die negativen Reaktionen hielten sich bisher in Grenzen, „wir haben selbst von Ungeimpften Verständnis für unsere Entscheidung erhalten.“

Towers verkaufen bisher 700 Dauerkarten

Ob sich die edel-optics.de Arena wie in Vor-Corona-Zeiten füllt, damals war die Halle in 25 Spielen in Folge ausverkauft, bleibt abzuwarten. Von den 1000 ehemaligen Dauerkartenbesitzern aus der Saison 2019/20 verlängerten bisher 700 ihr Abonnement. Die restlichen 300 Saisontickets gehen jetzt in den freien Verkauf. Sollten die Hamburger Behörden die Kapazität zwischenzeitlich reduzieren, erstatten die Towers alle Einzeltickets voll, Dauerkarten anteilsmäßig.

Eine Veranstaltung nach 2G-Regeln bedeutet für die Vereine erheblichen Mehraufwand. Die Towers müssen rund 25 Ordner und Kartenkontrolleure zusätzlich engagieren, einige Freiwillige reduzieren die Mehrkosten, die im vierstelligen Eurobereich liegen. Auch die Reinigungskräfte werden gemäß den behördlichen Anforderungen aufgestockt, (Treppen-)Geländer, Toiletten und Gänge weit häufiger als sonst gesäubert.

2G verlängert den Einlassprozess in der Arena

Vor dem Einlass werden vor der Halle in einer gekennzeichneten Zone Impf- oder Genesenenstatus geprüft, danach geht es über drei Eingänge, früher zwei, ins Innere. Bei der Zugangskontrolle werden mit Handscannern personalisiertes Ticket plus Lichtbildausweis gecheckt, anschließend muss sich der Besucher mit der Luca-App registrieren. Der Einlass dauert pro Person etwa zwei Minuten länger als sonst. Um Schlangen zu vermeiden, hat jeder Zuschauer ein auf seiner Karte vermerktes Einlassfenster: entweder 90 bis 60 Minuten vor dem Spiel, 60 bis 30 Minuten oder 30 Minuten bis zum Anwurf. Wer zu spät kommt, muss sich gedulden, bis alle pünktlich Erschienenen abgefertigt sind.

( rg )