Basketball

Hamburg Towers starten in Bestbesetzung in die Play-offs

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Kameron Taylor ist rechtzeitig zum Play-off-Start wieder fit.

Kameron Taylor ist rechtzeitig zum Play-off-Start wieder fit.

Foto: Imago

Hamburgs Basketballteam kann im ersten Viertelfinale in Berlin auf Leistungsträger Kotsar, DiLeo und Taylor setzen.

Hamburg. Das Play-off-Abenteuer beginnt für die Basketballprofis der Hamburg Towers an diesem Donnerstagmorgen. Um 9 Uhr trifft sich die Mannschaft von Trainer Pedro Calles (37) geschlossen an der edel-optics.de Arena in Wilhelmsburg. Anschließend geht es zum Hauptbahnhof, von dort reisen die Wilhelmsburger mit dem Zug nach Berlin. Nach der Ankunft in der Hauptstadt geht es direkt ins Hotel.

Am Nachmittag wird es für die Towers­-Spieler noch einen kleinen Snack geben, ehe sie nach einer letzten Besprechung gegen 17.10 Uhr zu Fuß zur Mercedes-Benz-Arena gehen werden, in der sie um 19 Uhr (MagentaSport und Sport 1 live) gegen Titelverteidiger Alba Berlin zum ersten Bundesliga-Play-off-Spiel der Clubgeschichte antreten. „Wir freuen uns sehr darauf, werden uns nicht freiwillig hinlegen und von Alba überrollen lassen“, kündigt Sportdirektor und Geschäftsführer Marvin Willoughby (43) ungewohnt angriffslustig an.

Towers haben viel Selbstvertrauen

Dieses Selbstvertrauen, das von der sportlichen Leitung vorgelebt wird, spiegelt sich auch im Kader wider. „Wir sind nicht in den Play-offs, um einfach nur mitzuspielen. Wir wollen Siege“, erklärt Nationalspieler Justus Hollatz (20). Die Towers wollen gegen den klaren Favoriten unbeschwert an die Sache herangehen und ihre erste Endrundenteilnahme genießen.

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Der Druck liegt bei den Berlinern, die Stammgast in den Play-offs sind. „Erfahrung wird aber auch ein Stück weit überbewertet. Es kann auch ein Vorteil sein, ohne Druck aufspielen zu können. Wir sind auf jeden Fall hungrig“, verspricht Kapitän Bryce Taylor (34). Als besondere Motivation spielte das Trainerteam am Mittwoch nach dem Abschlusstraining ein emotionales Video ab, in dem auch Fans ihren Spielern Glückwünsche übermittelten.

Medizinische Abteilung hat rund um die Uhr gearbeitet

Und offenbar haben diese Wünsche ihren Zweck erfüllt. Zuletzt schleppten sich die Leistungsträger Maik Kotsar (24), Max DiLeo (28) und Kameron Taylor (26) mit Verletzungen herum. Gerade bei Schlüsselspieler Taylor klang es so, als würde er den Play-off-Auftakt verpassen.

„Unsere medizinische Abteilung hat rund um die Uhr gearbeitet, um den Kader so groß wie möglich zu machen“, erklärt Calles. Und der Fleiß hat sich ausgezahlt. Nach Abendblatt-Informationen trainierte Taylor nach seiner Fußstauchung wieder mit der Mannschaft und wird am Donnerstagabend ebenso auflaufen können wie DiLeo und Kotsar. Die Towers werden also in Bestbesetzung antreten können.

Trainer Calles ist gefordert

Und so wird es auch auf Trainer Calles ankommen. Für den Spanier wird es das zweite Play-off-Duell mit Landsmann Alejandro „Aíto“ García Reneses (74). Beim Finalturnier der Saison 2019/20 unterlag der Towers-Coach mit seinem ehemaligen Club Rasta Vechta der Trainerlegende mit 81:82.

Nun gibt es die Neuauflage im Kampf der spanischen Toptrainer. „Wenn man es ausschließlich auf das Duell der spanischen Trainer herunterbrechen würde, hätten wir ein Problem. Coach Aíto ist mir weit voraus. Wir müssen als Kollektiv unser Limit erreichen, um gegen dieses gut gecoachte und mit Topspielern besetzte Alba-Team eine Chance auf Siege zu haben“, erklärt Calles. Damit wollen die Towers am Donnerstagabend anfangen. Das zweite Spiel der Best-of-5-Viertelfinalserie findet am Sonnabend ebenfalls in Berlin statt, Spiel drei am Montag in Hamburg.

Play-off-Viertelfinale (best of 5), 1. Spieltag: Ludwigsburg – Bamberg, Bayern München – Crailsheim beide bei Redaktionsschluss nicht beendet; Alba Berlin – Hamburg Towers Do., 19 Uhr; Oldenburg – Ulm Do., 20.30 Uhr.

( ber )