Nächstes Spitzenspiel

Hamburg Towers wollen Titelkandidat Berlin erneut ärgern

| Lesedauer: 3 Minuten
Alexander Berthold
Die Towers-Profis Jordan Swing (l.) und Kameron Taylor (r.) wollen Alba Berlin wie im Hinspiel ärgern.

Die Towers-Profis Jordan Swing (l.) und Kameron Taylor (r.) wollen Alba Berlin wie im Hinspiel ärgern.

Foto: witters

Vor zwei Wochen konnten die Wilhelmsburger gegen das Topteam einen Sensationssieg landen. Folgt Sonnabend der zweite Streich?

Hamburg.  Am eigentlich trainingsfreien Donnerstag mussten die Profis der Hamburg Towers trotzdem in der edel-optics. de Arena erscheinen. Statt Wurftraining, Spielzüge einstudieren und den Körper in Schuss halten, stand ein Corona-Test auf dem Plan. Weil die Infektionszahlen in Deutschland rapide nach oben gehen, hat der Basketball-Club die Testfrequenz von zwei auf drei Abstriche pro Woche erhöht. Ein finaler Test steht am Morgen vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend (19 Uhr, MagentaSport live) bei Alba Berlin an.

Zeitnah will die Basketball-Bundesliga (BBL) verkünden, wie man in den im Mai beginnenden Play-offs im Falle eines positiven Testergebnisses und der damit verbundenen Quarantäne einer Mannschaft umgehen will.

Towers können sich noch auf Platz fünf vorkämpfen

An das Thema Play-offs verschwendet Trainer Pedro Calles (37) trotz der zuletzt sieben Siege in Folge keinen Gedanken. Nach dem 88:82-Sieg beim Schlusslicht Rasta Vechta am Mittwochabend haben die Hamburger Tabellenrang sechs gefestigt. Acht Spieltage vor Schluss könnten die Towers sogar noch den Tabellenfünften Crailsheim Merlins abfangen und sich so eine noch bessere Ausgangsposition für die Endrunde verschaffen. Dafür wären ein Sieg im direkten Vergleich am drittletzten Spieltag sowie ein Sieg im Nachholspiel gegen die Chemnitz Niners (19. April) Grundvorrausstzung.

Towers-Trainer Calles erwartet große Herausforderung

Der Fokus der Towers liegt aber - wenig überraschend - auf dem Duell mit Titelkandidat Alba Berlin. Gegen den EuroLeague-Teilnehmer schaffte das Calles-Team vor knapp zwei Wochen die Sensation, als es in Wilhelmsburg mit 90:75 gegen den Favoriten gewinnen konnte.

Berlins Trainer-Legende Alejandro „Aíto“ García Reneses (74) lobte damals die Towers für ihre Leistung, attestierte aber seinem Team einen richtig schlechten Auftritt. "Ich erwarte nicht, dass Alba zweimal gegen denselben Gegner einen schlechten Abend haben wird. Das wird eine ganz andere Partie für uns, eine echte Herausforderung, für die wir bereit sein müssen. Wir wollen dort natürlich gewinnen", sagt Towers-Trainer Calles.

Towers wollen bei Kapitän Taylor die Belastung steuern

Personell ist bei den Towers alles beim Alten. Neben den langzeitverletzten Hans Brase (27, Knie-OP) und Hendrik Drescher (21, Aufbau nach Kreuzbandriss) muss auch Johannes Richter (27, Aufbau nach Knieverletzung) weiter zuschauen.

Ein wenig Sorgen machte zuletzt Kapitän Bryce Taylor (34), der zwar zuletzt im Kader stand, aber kaum Einsatzzeit erhielt. "Bryce ist einer der Spieler, die körperlich ein paar kleine Probleme hatte. Es geht bei ihm aber in die richtige Richtung, aber wir wollen die Belastung bei ihm ein wenig steuern", erklärte Calles.

Bescheidenheit nach beeindruckender Serie

Das Selbstvertrauen der Towers ist nach der jüngsten Siegesserie riesig. Sorgen, dass dies zu einer möglichen Überheblichkeit führen könnte, hat der Trainer nicht. "In der Kabine herrscht extreme Bescheidenheit. Ich bin wirklich glücklich, dass ich so ein Team habe. Deshalb mache ich mir darüber überhaupt keine Gedanken, dass die Jungs womöglich vom Weg abkommen", lobt der spanische Übungsleiter.