Basketball

Die Hamburg Towers sehnen sich nach Rhythmus

Pedro Calles (37) gewann mit den  Towers den Saisonauftakt.

Pedro Calles (37) gewann mit den Towers den Saisonauftakt.

Foto: Witters

Der Trainer der Hamburger, Pedro Calles, will aus der Corona-Absage des Gießen-Spiels das Beste machen.

Hamburg. Pedro Calles ist bekannt dafür, dass ihn so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Da überrascht es nicht, dass der Trainer der Hamburg Towers gelassen auf die abgesagte Heimpartie am Sonntag gegen die Gießen 46ers reagiert. Die Hessen befinden sich nach Corona-Fällen in Quarantäne, sodass die Hamburger eine unfreiwillige Zwangspause einlegen müssen.

„Das ist kein ideales Szenario, aber es bringt nichts, zu heulen und sich zu beschweren. Mit Spielausfällen werden wir in dieser Saison zurechtkommen müssen. Wir machen das Beste daraus. So haben wir ein wenig extra Trainingszeit, um an den Dingen zu arbeiten, die wir noch besser machen können“, sagt der 37 Jahre alte Spanier. Die nächste Partie steigt für die Hamburger erst am 22. November bei s.Oliver Würzburg. Anschließend steht eine zweiwöchige Länderspielpause an. So wird es schwer, einen Spielrhythmus zu bekommen.

Mit Sorge blickt Calles auf das anstehende Länderspielfenster

Um zumindest kurzfristig Spielpraxis zu sammeln, haben die Verantwortlichen um Calles und Sportdirektor Marvin Willoughby (42) versucht, für das Wochenende ein Testspiel zu vereinbaren. „Wir haben an ein paar Türen geklopft, aber so kurzfristig war kein Gegner verfügbar“, erzählt der Towers-Trainer. Bislang sind die Hamburger ohne einen Corona-Fall durch die Saison gekommen.

Mit einer gewissen Sorge blickt Calles auf das anstehende Länderspielfenster Ende November. Mit Justus Hollatz (19, Deutschland), Marvin Ogunsipe (24, Österreich) und Maik Kotsar (23, Estland) werden gleich drei Spieler quer durch Europa reisen, um für ihr Land zu spielen. „Die Regularien sind da klar. Wir müssen die Spieler für die EM-Qualifikation abstellen. Das respektieren wir“, sagt Calles.

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Ein Gutes hat die Pause für die Towers aber doch. Bis zum Würzburg-Spiel wird Forward Hans Brase (27) komplett fit sein. Die Knieverletzung, die ihn seit Beginn der Vorbereitung außer Gefecht gesetzt hatte, ist auskuriert. „Es war nervig, nicht spielen zu können. Zumal die Situation ohnehin komisch war. Mit der langen Sommerpause, dann unseren ausgefallenen Testspielen in der Vorbereitung. Aber ich habe mir immer gesagt, dass die Saison lang ist“, sagt Brase ganz pragmatisch.