Basketball

Hamburg Towers starten Anfang November in die neue Saison

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Towers-Sportchef Marvin Willough­by freut sich über den Termin für den Ligastart.

Towers-Sportchef Marvin Willough­by freut sich über den Termin für den Ligastart.

Foto: TimGroothuis / WITTERS

Im Oktober findet ein Pokalturnier statt, an dem die Hamburg Towers nicht teilnehmen dürfen.

Hamburg. Am Freitagmittag gab es für die Hamburg Towers und die 17 weiteren Clubs der Basketball-Bundesliga (BBL) Gewissheit. Die Spielzeit 2020/21 wird am Wochenende 6./7./8. November beginnen und im gewohnten Modus mit einer Doppelrunde und anschließenden Play-offs ausgetragen werden. Die Endrunde, die den deutschen Meister ermittelt, soll spätestens am 15. Juni 2021 beendet sein.

„Wie schon beim Finalturnier haben die Vereine eine gemeinsame Entscheidung getroffen, worüber ich froh bin. Wir glauben, dass die Chancen, vor vielen Zuschauern zu spielen, durch den verspäteten Start etwas wachsen, weswegen wir den Vorschlag auch unterstützt haben“, sagt Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby.

Hamburg Towers bei Pokalturnier nicht dabei

Ganz so reibungslos verliefen die Gespräche zwischen der Ligaspitze und den Clubvertretern nicht. Am Dienstag hatten sich alle Beteiligten in Frankfurt am Main getroffen und wollten anschließend eine Entscheidung verkünden. Doch daraus wurde nichts. Am Mittwoch und Donnerstag wurde weiter via Internetschalte kontrovers diskutiert. Vor allem, weil es nach Abendblatt-Informationen Unstimmigkeiten hinsichtlich der Ausrichtung des Deutschen Basketball-Pokals gibt. Die Liga will zwischen Mitte Oktober und Anfang November in einem Turnier an vier Standorten den Pokalsieger ermitteln. Teilnehmen dürfen die ersten 16 Mannschaften der abgelaufenen BBL-Saison. Das würde bedeuten: Die Towers wären – wie Aufsteiger Chemnitz Niners – nicht dabei.

Für die Towers hätte das Fehlen bei dem Pokalturnier gleich einen doppelten Nachteil. Zum einen würde dem Verein die Möglichkeit genommen, die Spiele zu vermarkten. Zum anderen hätten die teilnehmenden Teams einen sportlichen Vorteil. Die 16 Mannschaften könnten sich unter Wettbewerbsbedingungen auf die neue Bundesligasaison vorbereiten. Die Towers hingegen hätten große Pro­bleme, Testspielgegner zu finden, weil sowohl die Bundesligisten als auch die Zweitligaclubs bereits im Pflichtspielbetrieb wären. Details des für die kommende Saison veränderten Pokalmodus will die BBL in Kürze bekannt geben.

Vorgeschriebener Mindestetat ausgesetzt

Unterdessen hat die BBL verkündet, dass der für die Lizenz vorgeschriebene Mindestetat in Höhe von drei Millionen Euro wegen der Folgen der Corona-Pandemie für die kommende Saison ausgesetzt wird. Die Clubs müssen lediglich einen zumindest ausgeglichenen Finanzhaushalt vorweisen können. In der kommenden Woche soll das Lizenzierungsverfahren abgeschlossen sein. Anschließend wird verkündet, welche Clubs eine Spielgenehmigung erhalten werden.

Der gebürtige Hamburger Louis Olinde (22) steht vor einem Wechsel von Brose Bamberg zu Meister und Pokalsieger Alba Berlin.

( ber )