Basketball

Wechsel von Pedro Calles zu den Hamburg Towers perfekt

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Alexander Berthold
Der Spanier Pedro Calles (36) gilt als Top-Trainertalent in Europa.

Der Spanier Pedro Calles (36) gilt als Top-Trainertalent in Europa.

Foto: Andreas Gebert / dpa

Der 36 Jahre alte Trainer hat am Donnerstag beim Wilhelmsburger Club aus der Basketball-Bundesliga einen Vertrag unterschrieben.

Hamburg. Der Wechsel von Trainer Pedro Calles von Rasta Vechta zu den Hamburg Towers ist perfekt. Am Donnerstag unterschrieb der 36-Jährige beim Wilhelmsburger Club aus der Basketball-Bundesliga einen Vertrag. In Vechta hatte der Spanier eine Ausstiegsklausel, die ihm ermöglichte, aus seinem bis 2022 gültigen Arbeitspapieres auszusteigen. Calles folgt auf den US-Amerikaner Mike Taylor, dessen Vertrag nach der Saison nicht verlängert wurde.

Die Arbeitswoche von Marvin Willoughby endete mit einem Erfolgserlebnis. Am Donnerstag konnte der Geschäftsführer und Sportdirektor der Hamburg Towers die letzten Details mit Wunschtrainer Pedro Calles und dessen bisherigem Arbeitgeber Rasta Vechta klären. An diesem Freitag wird der Wilhelmsburger Club aus der Basketball-Bundesliga (BBL) den Wechsel des 36 Jahre alten Spaniers offiziell bestätigen.

Willoughby kämpfte vier Wochen um Pedro Calles

Über vier Wochen kämpfte Willoughby um die Dienste des Trainers, der zuletzt auch bei Brose Bamberg und sogar beim FC Bayern München gehandelt wurde. Zwischenzeitlich bereiteten die Towers auch einen Plan B und C vor. So wurden auch Gordon Herbert (ehemals Frankfurt) und Würzburgs Chefcoach Denis Wucherer kontaktiert. Die absolute Wunschlösung für die Nachfolge von Mike Taylor (47), dessen Vertrag nicht verlängert wurde, war aber Calles. Den Trainer, der erst seit zwei Jahren als Chefcoach arbeitet, reizte vom ersten Gespräch an das Projekt Hamburg Towers. Deshalb zog Calles, der 2019 nach dem sensationellen Erreichen des Play-off-Halbfinales in der BBL zum Trainer des Jahres gekürt wurde, für die Towers eine Ausstiegsklausel, die es ihm erlaubte, in Vechta aus seinem bis 2022 datierten Vertrag herauszukommen.

Die Niedersachsen erhalten eine Ablösesumme im niedrigen sechsstelligen Bereich. Für die Wilhelmsburger ist es eine Premiere. Noch nie in der Geschichte kauften die Towers einen Trainer aus dessen Vertrag. Mit der Verpflichtung eines der größten Trainertalente Europas ist den Towers ein Coup gelungen, den viele in der Basketballszene nicht für möglich gehalten hatten. Der Spanier, der als harter Arbeiter mit guter Menschenführung gilt, soll die ehrgeizigen Pläne, in den kommenden Jahren eine Topadresse im deutschen Basketball zu werden, vorantreiben.

Bringt Pedro Calles einen eigenen Co-Trainer mit zu den Towers?

In den kommenden Tagen soll geklärt werden, ob Calles einen eigenen Co-Trainer mitbringt. Bereits jetzt steht fest, dass der bisherige Assistenztrainer Benka Barloschky und Athletikcoach Melvyn Wiredu weiterhin im Trainerstab bleiben werden. In der kommenden Woche wird Calles erstmals nach Hamburg kommen, um mit Towers-Chef Willoughby die Kaderplanung zu besprechen und sich um eine Wohnung in Hamburg zu kümmern.

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Wann der neue Hoffnungsträger der Towers das erste Mal auf dem Parkett steht, ist unklar. Sollte die BBL die Spielzeit wie geplant Mitte September beginnen, würden die Towers im August mit dem Training beginnen. Es soll der Beginn einer erfolgreichen Ära werden, die Pedro Calles prägen soll.