Basketball-Bundesliga

Wird Pedro Luis Calles neuer Trainer der Hamburg Towers?

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Erfolgscoach mit Babyface: Vechtas Pedro Calles.

Erfolgscoach mit Babyface: Vechtas Pedro Calles.

Foto: imago/Nordphoto

Gespräche mit dem Erfolgscoach von Rasta Vechta haben bereits stattgefunden. Worin die Stärken des Spaniers liegen.

Hamburg.  Das Schweigen der Verantwortlichen der Hamburg Towers ging auch am Donnerstag weiter. Die offizielle Bestätigung der Trennung von Trainer Mike Taylor lässt auf sich warten. Die Social-Media-Abteilung des Clubs aus der Basketball-Bundesliga (BBL) ließ lediglich bei Twitter verlauten, man würde sich in der kommenden Woche zur „T-Frage“ äußern.

Dass die Towers dann schon einen Nachfolger für den 47 Jahre alten US-Amerikaner präsentieren, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft, ist unwahrscheinlich. Sportdirektor Marvin Willoughby führt derzeit mit mehreren Kandidaten Gespräche. Das Anforderungsprofil ist klar umrissen. Der neue starke Mann auf der Towers-Bank soll in seiner Vita bereits nachgewiesen haben, dass er in der BBL Erfolg haben kann. Nach der schwachen Premierensaison mit drei Siegen aus 20 Spielen und dem letzten Tabellenplatz wollen die ambitionierten Towers in der neuen Spielzeit Richtung der Play-off-Plätze eins bis acht schauen.

Hamburg Towers streben offenbar eine große Lösung an

Deshalb strebt der Club offenbar eine große Lösung an. Würzburgs Coach Denis Wucherer (47), der die Towers in der „Bild“ als „hochinteressant“ bezeichnete, wird von seinem Club aber wohl keine Freigabe erhalten. „Wir müssen die Hamburger Fans enttäuschen. Denis Wucherer hat seinen Vertrag bei uns erst Anfang März um zwei Jahre bis zum Juni 2022 verlängert, und er wird ihn auch erfüllen“, sagte Würzburgs Geschäftsführer Steffen Liebler.

Da passt es ins Bild, dass die Towers inzwischen auch zum Spanier Pedro Luis Calles Kontakt aufgenommen haben. Der 36-Jährige ist der Shootingstar unter den BBL-Coaches. Calles führte bei seiner ersten Station als Cheftrainer Rasta Vechta in der Saison 2018/19 als Aufsteiger zu einem sensationellen vierten Platz nach der Hauptrunde und anschließend ins Play-off-Halbfinale.

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Der studierte Sportwissenschaftler, der nach der Erfolgssaison zum Trainer des Jahres gekürt wurde, gilt als akribischer Arbeiter und Kommunikator, der Spieler besser machen kann. In Vechta steht er bis Juni 2022 unter Vertrag. Die Kontaktaufnahmen zu Wucherer und Calles zeigen, dass die Towers gewillt und wohl auch finanziell in der Lage sind, ihren Wunschkandidaten aus einem Vertrag herauszuholen. Vorgefühlt hatte der Club auch beim Finnen Tuomas Iisalo (37), doch der Trainer der Crailsheim Merlins, die am Sonnabend gegen Göttingen in das Meisterschaftsturnier in München starten, ist kein Thema mehr.

( ber )