Coronakrise im Sport

Hamburg Towers planen Vereinshaus und nächste Saison

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Der Soziologe Jan Fischer ist geschäftsführender Gesellschafter der Hamburg Towers und Vorstand des Towers e. V.

Der Soziologe Jan Fischer ist geschäftsführender Gesellschafter der Hamburg Towers und Vorstand des Towers e. V.

Foto: Witters

Basketball-Bundesliga will TV-Gelder anteilig an die Mannschaften verteilen. Quartierssporthaus soll 18,39 Millionen Euro kosten.

Hamburg.  Am Tag nach der Entscheidung der Basketball-Bundesliga (BBL), die Saison, wenn es Politik und Behörden dann erlauben, im Juni mit zehn von 17 Mannschaften an einem Ort in einem Endrundenturnier fortzusetzen, haben die Hamburg Towers begonnen, für ihre Profis die Rückflüge in ihre Heimatländer zu organisieren. Die Towers gehören zu jenen sieben Teams, die aus dem Spielbetrieb aussteigen. Dennoch haben sie, obwohl nach 20 von 32 Spielen Tabellenletzter, den Klassenerhalt geschafft. „Wir hätten ihn lieber sportlich sichergestellt. Dazu wären wir auch in der Lage gewesen“, sagt Trainer Mike Taylor. Er hat noch bis zum 30. Juni Vertrag, möchte vorerst mit seiner Familie in Hamburg bleiben und will zusammen mit Athletic-Coach Melvyn Wiredu Training vor allem für jene Spieler anbieten, die bei den Towers Arbeitspapiere über den 30. Juni hinaus haben.

Kurzzeitig hatten die Wilhelmsburger am Dienstag überlegt, sich mit ihrer edel-optics.de Arena um die Ausrichtung der dreiwöchigen Endrunde zu bewerben. „Wir hätten aber bis zum Donnerstag ein Konzept vorlegen müssen, das war nicht leistbar angesichts anderer drängender Probleme“, sagte der geschäftsführende Towers-Gesellschafter Jan Fischer. München, Berlin, Frankfurt und Oldenburg haben dagegen Interesse angemeldet. Am Montag will die BBL über den Standort entscheiden.

Einnahmen der Liga sollen anteilig ausgezahlt werden

Finanziell sollen die sieben „Aussteiger“ gegenüber den zehn anderen Mannschaften nicht benachteiligt werden, hieß es jetzt aus der BBL-Zentrale in Köln. Die Einnahmen der Liga etwa aus dem Fernsehvertrag mit dem Erstrechteinhaber Telekom (Magentasport) sollen wie geplant anteilig ausgezahlt werden. Die dritte und letzte TV-Rate über rund 70.000 Euro pro Verein steht noch aus.

Bei den Towers beginnt nun die geschäftliche Abwicklung der jetzigen Saison und die Planung der nächsten. Fischer, auch Vorstand des Towers e. V. (460 Mitglieder), treibt zudem für den Verein den Bau des Quartierssporthauses in Wilhelmsburg voran. Kalkulierte Kosten: 18,39 Millionen Euro. Der Bund zahlt 4,5 Millionen, Hamburg will rund fünf Millionen dazugeben.

Grundstücksfrage ist nicht abschließend geklärt

In der vergangenen Woche mussten die Towers letzte Nachfragen des Bundes beantworten, deren Antworten über das zuständige Bezirksamt Mitte nach Berlin geschickt wurden. Auch die Grundstücksfrage ist nicht abschließend geklärt. Im Architektenwettbewerb, an dem sich acht Büros beteiligten, soll dagegen Mitte Mai der Siegerentwurf gekürt werden. „Da sind großartige Entwürfe dabei“, sagt Fischer. Mit dem Baubeginn rechnet er 2021, mit der Fertigstellung Ende 2023.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum und halten Sie Abstand von mindestens 1,50 Metern zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden
( rg )