Basketball

Das würde ein Abbruch der Saison für die Towers bedeuten

Marvin Willoughby, der Sportliche Leiter der Hamburg Towers (Archivbild).

Marvin Willoughby, der Sportliche Leiter der Hamburg Towers (Archivbild).

Foto: Witters

Egal wie die Liga-Verantwortlichen entscheiden, einen Schaden würden die Towers in jedem Fall davontragen.

Hamburg.  An diesem Donnerstagmorgen reist Marvin Willoughby nach Stuttgart. In einem Hotel am Flughafen der schwäbischen Metropole treffen sich der Geschäftsführer der Hamburg Towers sowie die anderen 16 Vertreter der Clubs der Basketball-Bundesliga (BBL) zu einer Sondersitzung, um dort über die Fortsetzung des Spielbetriebs nach Ausbruch der Corona-Pandemie zu beraten.

Von einer vorübergehenden Unterbrechung der Saison bis hin zu einer kompletten Absage ist alles möglich. Fakt ist: Die Clubvertreter sind sich einig, dass Geisterspiele, wie derzeit im Fußball, keine Option darstellen. „Ich behaupte einmal, dass kein Nicht-Fußballclub es wirtschaftlich durchsteht, die restliche Bundesliga-Saison ohne Ticketerlöse zu bestreiten“, sagte der Präsident des Towers-Konkurrenten Telekom Baskets Bonn, Wolfgang Wiedlich, dem „Bonner Generalanzeiger“.

Towers glauben nicht an Geisterspiele

Da die Stadt Hamburg bis 30. April alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern untersagen wird, würden die Towers im Falle einer Geisterspiel-Regelung neben dem Spiel am Sonntag (15 Uhr) gegen Ulm fünf weitere Heimspiele – darunter das Spiel am 26. April in der Barclaycard Arena gegen Bayern München – unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten. Pro Heimspiel würden Spieltagseinnahmen in Höhe von 75.000 Euro fehlen.

Bei den Towers geht man aber davon aus, dass es nicht zu Geisterspielen kommen wird. Am Mittwoch stoppten die Wilhelmsburger trotzdem vorsorglich den Ticketverkauf für die ausstehenden sieben Heimspiele. „Es ist einerseits natürlich sehr schade und tut uns besonders für unsere Fans sowie Partner sehr leid. Andererseits müssen auch wir unseren Teil dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung der Corona-Infektion möglichst gering zu halten“, sagt Towers-Geschäftsführer Jan Fischer: „Wir bitten vor diesem Hintergrund bei allen Betroffenen für Verständnis.“

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Egal wie die Liga-Verantwortlichen entscheiden, einen Schaden würden die Towers in jedem Fall davontragen. Bei einem Saisonabbruch müssten Spieler und Trainer trotz der Tatsache, dass der Club keine Einnahmen generieren würde, weiterbezahlt werden. Zudem könnten Sponsoren Gelder anteilig zurückfordern.