Basketball

Glück im Unglück für Towers-Spielmacher Gutiérrez

Towers-Spielmacher Jorge Gutiérrez musste in Bamberg mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und einem Cut am Aufe ins Krankenhaus.

Towers-Spielmacher Jorge Gutiérrez musste in Bamberg mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und einem Cut am Aufe ins Krankenhaus.

Foto: Boris Schumacher / imago images/HMB-Media

Hamburgs Mexikaner erlebte das bittere Ende in Bamberg nicht mehr auf dem Feld. Am Mittwoch wurde er aus dem Krankenhaus entlassen.

Hamburg/Bamberg.  Die Hamburg Towers haben in der Basketball-Bundesliga vor 5162 Zuschauern bei Brose Bamberg mit 66:77 (19:25, 13:14, 16:18, 18:20) ihre sechste Niederlage in Folge kassiert, sind mit 3:15 Siegen jetzt Vorletzter. Auch diesmal hatten die Wilhelmsburger wie schon in den vergangenen Auswärtsspielen kurzzeitig eine Hand am Sieg, führten nach ständigem Rückstand nach einem 11:0-Lauf vier Minuten vor dem Ende nach einem Korbleger ihres Centers Bogdan Radosavl­jevic plötzlich mit 65:64.

Danach erzielten sie jedoch nur noch einen Punkt; alles, was ihnen bei der Aufholjagd gelang, misslang jetzt. Ein Muster, dass sich zuletzt regelmäßig wiederholte.

Towers-Spielmacher Gutiérrez ins Krankenhaus

„Das ist hart, aber das zieht sich jetzt durch unsere Spiele. Wir haben am Ende viele falsche Entscheidungen getroffen“, klagte Kapitän Beau Beech, der sich früh den kleinen Finger der rechten Hand auskugelte, dennoch 15 Punkte erzielte.

Zur Niederlage kam der Ausfall von Spielmacher Jorge Gutiérrez. Der Mexikaner musste nach 23 Minuten mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus und dort über Nacht bleiben.

Zumindest die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich nach einer zweistündigen Kontrolle allerdings nicht – am Ende stand "nur" die Diagnose einer Platzwunde über dem rechten Auge.

Dennoch wird Gutiérrez, der am Mittwochmorgen von Towers-Pressesprecher Rupert Fabig aus dem Krankenhaus abgeholt und nach Hamburg chauffiert wurde, dadurch in den kommenden Tagen nicht zur mexikanischen Nationalmannschaft reisen können.

Taylor "begeistert" von ersatzgeschwächtem Team

Schon vor dem Ausfall von Gutiérrez waren die Towers geschwächt ins Spiel gegangen, mit Justus Hollatz, Heiko Schaffartzik, Jannik Freese, Prince Ibeh und Malik Müller fielen gleich fünf Profis aus. Mit 23 Punkten war Radosavljevic erneut bester Schütze der Hamburger, seine Trefferquote aus dem Feld lag jedoch nur bei 44 Prozent.

Nach einer kurzen Spielpause für zwei Testländerspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich und in Großbritannien folgt am 29. Februar gegen Crailsheim die neunte Chance auf den ersten Heimsieg.

„Ich bin begeistert von unserer Leistung, unserem Kampfgeist. Wir haben Herz gezeigt“, sagte Towers-Trainer Mike Taylor. „Es war sehr schwer, gegen ein tief besetztes Team ohne mehrere Schlüsselspieler zu agieren, dann kam Jorges Verletzung hinzu. Umso beeindruckter war ich, wie die Mannschaft mit diesen Rückschlägen umgegangen ist. Letztlich sind uns wieder ein paar Fehler zu viel unterlaufen, vor allem unsere 19 Ballverluste waren kostspielig.“