Basketball

Towers-Trainer Taylor fordert „emotionale Disziplin“

Towers-Trainer Michael Taylor (47) gibt die Richtung vor.

Towers-Trainer Michael Taylor (47) gibt die Richtung vor.

Foto: TimGroothuis / WITTERS

Gegen den Tabellenzweiten Ludwigsburg hoffen die Towers auf den ersten Heimsieg. Hoffnungsträger ist US-Spielemacher Holland.

Hamburg.  Am Donnerstagmorgen waren auch die letzten Eintrittskarten, Rückläufer aus dem Gästekontingent (300 Tickets), für das achte Heimspiel der Hamburg Towers (3:13 Siege) in der Basketball-Bundesliga abgesetzt. Damit ist die Wilhelmsburger edel-optics.de Arena am Sonnabend (Spielbeginn: 18 Uhr/live bei magentasport.de) zum 22.-mal in Folge mit 3400 Zuschauern ausverkauft; nur haben diese seit dem 4. Mai 2019 keinen Heimsieg mehr erlebt.

Für den Rückrunden-Auftakt gegen den Tabellenzweiten Riesen Ludwigsburg (13:4 Siege) darf mit einer Trendwende nicht unbedingt gerechnet werden. Die Ludwigsburger zeichnet große individuelle Klasse und Zweikampfstärke aus, im Zusammenspiel sind sie aber, was die Zahl an Vorlagen (Assists) bei Feldkörben betrifft, die mit Abstand schlechteste Mannschaft der Bundesliga.

Coach Taylor fordert emotionale Disziplin von den Spielern

Mike Taylor wäre kein guter Trainer, wenn er deshalb nicht die Chancen für sein Team sehen würde: „Wir sind inzwischen auch gegen die Spitzenteams konkurrenzfähig. Es fehlt uns nicht mehr viel, um den ersten Heimsieg einzufahren.“ Emotionale Disziplin hat der US-Coach als Schlüssel für ein Erfolgserlebnis ausgemacht, die fehlte gerade im vergangenen Heimspiel gegen Würzburg, als die Towers 75 Sekunden vor Schluss zum 81:81 ausglichen, dann aber in der hektischen Schlussminute ihre spielerische Linie verließen und 83:86 verloren.

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US-Spielmacher Demarcus Holland als neuer Impuls

Für mehr Stabilität besonders in der Defense soll US-Spielmacher Demarcus Holland (25), die letzte Nachverpflichtung, sorgen. „Er passt menschlich hervorragend und, davon habe ich mich überzeugen können, auch spielerisch“, sagt Taylor. Die sieben Heimniederlagen seien natürlich nicht spurlos an seiner Mannschaft vorbeigegangen, insofern sei ein neuer Impuls von außen „hoffentlich hilfreich“. Holland könne jedoch nicht nur verteidigen, er verstünde es auch, Dreierschützen wie Heiko Schaffartzik oder Yannick Franke freizuspielen.

Schaffartzik, Michael Carrera, Kevin Yebo und René Kindzeka waren zwischenzeitlich erkältet, seit Donnerstag sind sie wieder voll belastbar. Center Price Ibeh hat seine Handverletzung kuriert, nur Malik Müller (Sprunggelenk) fehlt weiter. Nach dem Spiel gegen Ludwigsburg beginnt Sonntagabend die Vorbereitung für das Match am Dienstag (19 Uhr) in Bamberg, danach folgen 17 Tage (Nationalmannschafts-)Pause.