Basketball

Towers stoppen ihre Talfahrt – Powell verlässt Hamburg

Jorge Gutiérrez (l., gegen Braunschweigs Aleksandar Marelja) lenkte das Towers-Spiel.

Jorge Gutiérrez (l., gegen Braunschweigs Aleksandar Marelja) lenkte das Towers-Spiel.

Foto: Daniel Reinelt/ Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de / imago images/Eibner

Dank des Sieges in Braunschweig ist der Aufsteiger in der Bundesliga nicht mehr Letzter – und hat schon Verstärkung im Visier.

Hamburg.  Die Hamburg Towers haben in der Basketball-Bundesliga ihren zweiten Sieg geschafft. Sie gewannen 97:94 (32:18, 26:37, 19:21, 20:18) bei den Braunschweiger Löwen und verließen den letzten Tabellenplatz. Der Niederländer Yannick Franke war mit 28 Punkten, darunter zehn von elf verwandelten Freiwürfen, bester Schütze der Hamburger.

Aber ausgerechnet sein vorletzter Wurf von der Linie fiel nicht in den Korb, was den Braunschweigern in den letzten zwei Sekunden die Chance zum Ausgleich eröffnete. Doch Thomas Klepeisz traf den notwendigen Dreier nicht. "Ich bin einfach nur sehr glücklich darüber, dass wir endlich wieder ein Spiel gewonnen haben. Das ist einfach super", sagte Franke.

Die Towers starteten furios ins Spiel, waren taktisch perfekt vorbereitet, führten nach dem ersten Viertel mit 32:18, kurz danach 35:18. Spielmacher Jorge Gutiérrez lenkte das Team und war mit 16 Punkten in der ersten Halbzeit (insgesamt 19) auch der beste Werfer.

Towers trennen sich von Powell

Als Trainer Mike Taylor ihm im zweiten Viertel eine Pause gab, für ihn Justus Hollatz aufs Feld schickte, kamen die Braunschweiger auf Touren. Mit einem 15:0-Lauf verkürzten sie ihren Rückstand auf 33:35. Die Hamburger, und das sprach für sie, brachen danach nicht ein, retteten ein 58:55 in die Halbzeitpause und hielten auch in der zweiten Hälfte dem Braunschweiger Druck stand. „Ich bin komplett stolz", sagte Taylor: "Wir haben vor dem Spiel viel über den richtigen Kampfgeist geredet, die Mannschaft hat fantastisch geantwortet."

Vor dem Spiel hatten die Towers noch eine wichtige Personalie geklärt. „Im gegenseitigen Einvernehmen“ trennte sich der Club von Topverdiener Marshawn Powell. Der 29-Jährige, der im Sommer als Leistungsträger eingekauft wurde, konnte die Erwartungen nie erfüllen, fiel dagegen mit Disziplinlosigkeit auf. Die Hamburger kommen um eine größere Abfindung herum, weil Powell einen neuen Verein in der zweiten spanischen Liga gefunden hat.

Der Club sucht weiter nach Verstärkungen. Guard Mychal Mulder (25) ist ein Kandidat. Der Kanadier spielt bei den Sioux Falls Skyforce in der nordamerikanischen Ausbildungsliga G-League. Für das Farmteam des NBA-Clubs Miami Heat erzielte er in elf Partien 18,7 Punkte pro Spiel.

Punkte Löwen Braunschweig: Jallow 19, Eatherton 18, Klepeisz 16, Releford 16, Lawson 6, Mushidi 6, Pwono 4, Marelja 3, Wank 3, Zeeb 3.
Punkte Hamburg Towers: Franke 28, Gutiérrez 19, Schaffartzik 15, Beech 12, Ogunsipe 7, Ibeh 6, Walker 5, Müller 3, Freese 2.
Zuschauer: 4248.