Basketball

Hamburg Towers verlieren gegen Würzburg

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Rainer Grünberg
Im Clinch: Würzburgs Jeremy Dunbar
(vorn) und Terry Thomas

Im Clinch: Würzburgs Jeremy Dunbar (vorn) und Terry Thomas

Foto: Witters

Die Hamburg Towers kassieren gegen die Baskets Würzburg auch in ihrem zweiten Playoff-Viertelfinale mit 61:70 eine Niederlage.

Hamburg. Es war die vermutlich letzte Saisonvorstelllung der Hamburg Towers in der einmal mehr mit 3001 Zuschauern ausverkauften Wilhelmsburger Inselparkhalle, und deshalb mag der lang anhaltende Schlussap­­plaus nicht unbedingt nur den diesmal durchwachsenen Darbietungen der Hamburger Basketballer bei der 61:70 (36:38)-Niederlage gegen die Baskets Würzburg gegolten haben. Das Publikum zollte wohl vielmehr einer überaus gelungenen Premierensaison in der Zweiten Bundesliga Pro A Beifall. Nach dem 73:55-Erfolg im ersten Play-off-Viertelfinale der Zweiten Bundesliga Pro A am Ostersonnabend könnten die Würzburger schon am Freitag (19.30 Uhr; sportdeutschland.tv live) mit dem zweiten Heimsieg in der Best-of-5-Serie, drei Siege sind zum Weiterkommen nötig, das Halbfinale erreichen.

„Wir haben in dieser Spielzeit schon alles erlebt, Dramen, Triumphe und Enttäuschungen, klare Siege und Niederlagen, und heute hatten wir sogar alle Chancen, die beste Zweitligamannschaft zu besiegen“, sagte Wolfgang Sahm. Der Hamburger Unternehmer ist einer der Väter des Projekts und „äußerst zufrieden, was Team und Umfeld in den vergangenen zehn Monaten hier Großartiges geleistet haben“.

In der vergangenen Woche haben die Towers ihre Lizenzunterlagen für die neue Serie eingereicht, und Geschäftsführer Pascal Roller, der immer noch ehrenamtlich für den Verein arbeitet, ist optimistisch, „dass wir die Spielberechtigung ohne Probleme erhalten werden“. Einen Aufstieg in die Basketball-Bundesliga (BBL) über eine Wildcard schließt er vorerst aus, „dafür sind wir auch organisatorisch noch nicht so weit“. Mit einem Hauptsponsor könnte dieses Ziel perspektivisch angegangen werden. Erfolgversprechende Verhandlungen laufen derzeit.

Das sich nun abzeichnende Saisonende hätten die Towers am Ostermontag durchaus hinauszögern können. Noch nie war es in dieser Saison wahrscheinlich so einfach, den schwächelnden Bundesliga-Absteiger zu besiegen. Mit einer erneut hervorragenden Verteidigung, großem Einsatz und viel Leidenschaft schafften es die Towers, das kampfbetonte Spiel bis ins Schlussviertel offen zu halten. Ein verheerende Wurfquote vor allem aus der Distanz, nur einer von 16 Dreipunkte-Würfen landete im Korb, machte letztlich alle Anstrengungen zunichte. Dass mit Janis Stielow (Rückenverletzung) ein sicherer Schütze verletzt auf der Bank saß und auch Kapitän Will Barnes (Knie) fehlte, war dafür eine Erklärung. „So ist Basketball“ die andere. „Es gibt eben solche Tage, an denen du nichts triffst, nicht mal den Ring“, sagte Spielmacher Bazoumana Koné. Center Michael Wenzl war mit 16 Punkten und elf Rebounds noch halbwegs treffsicher.